Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welche Chancen bieten sich europäischen Pharma- und Biotechnologiefirmen in Indien und China?

28.06.2005


Obgleich in Asien über ein Drittel der Weltbevölkerung beheimatet ist, zeichnet sich diese Region doch nur für ein Fünftel des globalen Gesamtverbrauchs pharmazeutischer Präparate verantwortlich. Mit steigendem Einkommen der Bevölkerung nimmt auch die Nachfrage zu, womit sich neue Wachstumsmöglichkeiten für Pharma- und Biotechnologieunternehmen ergeben. Auch wenn Schwellenländer wie Brasilien, Mexiko, Polen und Russland ein ansehnliches Entwicklungspotenzial aufweisen, so zeigen sich doch die besten Wachstumsaussichten bei den asiatischen Riesen Indien und China.



Während man in Europa mit steigenden Kosten in Forschung und Entwicklung zu kämpfen hat und Regierungen versuchen, die Kostenspirale im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen, wenden sich Pharma- und Biotechfirmen verstärkt anderen Ländern zu, die günstige Kostenstrukturen und andere potenzielle Vorteile zu bieten haben – wie etwa einen beträchtlichen Inlandsmarkt sowie Möglichkeiten für klinische Versuche, Lizenzerteilungen und Outsourcing.

... mehr zu:
»FDI »Lizenzerteilung »Magnete »Pharma


Die Wirkung eines Magneten

Indien als auch China mit ihrem hohen Inlandskonsum an pharmazeutischen Präparaten sowie ihrer wichtigen internationalen Stellung bei der Lieferung von aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen (APIs - Active Pharmaceutical Ingredients) und Zwischenprodukten, erweisen sich dabei für die Pharma- und Biotechindustrie als zugkräftige Magneten. Beide Länder eröffnen daneben Möglichkeiten für kostengünstige klinische Studien in grossem Umfang.

Allerdings wird man in diesen Ländern auch mit spezifischen Problemfeldern wie unvermeidliche administrative Verzögerungen, Korruption und - speziell in China - einen oft undurchsichtigen Bürokratismus konfrontiert. Solche Nachteile treten jedoch angesichts der Vorteile schnell in den Hintergrund. Der Markt für rezeptfreie Medikamente (OTC - over the counter) expandiert. Die Marktteilnehmer als auch die Regierung machen sich zudem verstärkt globale Maßstäbe zu eigen, was sich etwa in einer verbesserten Patentschutzgesetzgebung zeigt.

Belebung für Pharma und Biotech

Es wird erwartet, dass ein wirksamerer Patentschutz den Marktzugang für ausländische Unternehmen begünstigen wird, zumal staatliche Maßnahmen zur Förderung ausländischer Direktinvestitionen (FDI – Foreign Direct Investment) an Schwungkraft gewinnen. Die Möglichkeit der Lizenzerteilung für große pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen bietet einen zusätzlichne Anreiz, auf diesen regionalen Märkten aktiv zu werden. Alles in allem üben die riesigen und rapide expandierenden Volkswirtschaften Indien und China einen belebenden Einfluss auf die Pharma- und Biotechindustrie aus.

„Indien und China haben sich unter den Schwellenländern als überaus populäre Ziele für internationale Direktinvestitionen (FDI) erwiesen,“ bemerkt Industrieanalyst Himanshu Parmar von Frost &Sullivan (http://healthcare.frost.com). „Während China allerdings eher wie ein Drache im Verborgenen erscheint, ähnelt Indien einem kauernden Tiger, der nur darauf wartet zuzupacken, um aus seinen Möglichkeiten, die er dem Westen bietet, Kapital zu schlagen.“

Sowohl Indien wie China bieten Kostenvorteile bei Forschung und Entwicklung sowie beste wissenschaftliche Voraussetzungen und ein enormes Potenzial an Fachkräften, die im Falle Indiens sogar über Englischkenntnisse verfügen. Während China außerdem mit beträchtlicher staatlicher Unterstützung und gut entwickelten Forschungsbedingungen aufwarten kann, lockt Indien mit einer starken IT-Industrie, erheblichen natürlichen Ressourcen und einer expandierenden Infrastruktur.

Partnerschaften als Schlüssel zum Erfolg

Günstige Gelegenheiten, in Indien und China Fuß zu fassen, bieten sich den europäischen Unternehmen besonders durch Partnerschaften, Fusionen und Akquisitionen sowie Joint Ventures mit Biotech- und Pharmafirmen und anderen Technologieunternehmen etwa auf dem Gebiet der IT. Andere Möglichkeiten sind strategische Partnerschaften mit Instituten oder ein Technologietransfer.

Man rechnet damit, dass solche Strategien das Investitionsrisiko bei Vertragsforschungen in Indien minimieren. Die Reform des Patentwesens wird wahrscheinlich den IP-Schutz klären und in Übereinstimmung mit den weltweit akzeptierten Mandaten bringen.

„Die Reform des Patentwesens wird sowohl Investitionen ermutigen als auch Finanzierungsmöglichkeiten erweitern,“ erläutert Parmar. „Multinationale Konzerne werden durch Joint Ventures, Kooperationen und Partnerschaften zum Markteinstieg motiviert, wobei der Technologie-Transfer und Vereinbarungen zur Lizenzerteilung eine tragende Rolle spielen werden. Indische Firmen werden voraussichtlich stark innovationsorientiert sein, was Partnerschaften für europäische Unternehmen noch attraktiver macht.“

Die wachsende Anziehungskraft dieser beiden Regionen spiegelt sich in den Expansionsplänen verschiedener europäischer Pharma- und Biotechkonzerne wider. Das Schweitzer Unternehmen Hoffmann-La Roche beabsichtigt, Indien zu einem seiner Sourcing-Zentren für aktive Wirkstoffe und Zwischenprodukte zu machen. Novartis erkundet in beiden Ländern Möglichkeiten für klinische Versuche. Und die Pharmaunternehmen Eli Lilly, Pfizer und Roche haben ihre klinischen Testprogramme bereits in Indien eingeführt.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan allen interessierten Lesern eine kostenfreie Einführung in die strategische Analyse der Gewinnmöglichkeiten für europäische Pharma- und Biotechnologiefirmen in Indien und China in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen unter Angabe von Name, Firmenname, Position, Telefonnummer, Email-Adresse, Stadt und Land können an Katja Feick, Corporate Communications (katja.feick@frost.com), gerichtet werden.

Titel der Analyse: Strategic Analysis of the Opportunities for European Pharmaceutical and Biotechnology Companies in Indian and Chinese Markets (B482)

Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die ihre Kunden bei allen strategischen Entscheidungen zur lokalen als auch globalen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten unterstützt. Analysten und Berater erarbeiten pragmatische Lösungen, die zu überdurchschnittlichem Unternehmenswachstum verhelfen. Seit mehr als vierzig Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über ein einzigartiges Spektrum an Dienstleistungen und einen enormen Bestand an Marktinformationen. Frost & Sullivan arbeitet mit einem Netzwerk von mehr als 1000 Industrieanalysten, Beratern und Mitarbeitern und unterhält 19 Niederlassungen in allen wichtigen Regionen der Welt.

Weitere Informationen:

Katja Feick
Corporate Communications
Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel.: 069-77033-12
Fax: 069-234566
E-Mail: katja.feick@frost.com

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://healthcare.frost.com
http://www.presse.frost.com

Weitere Berichte zu: FDI Lizenzerteilung Magnete Pharma

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie