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Arbeitsmarktflexibilität und Regulierung schließen sich nicht aus

22.08.2001


Arbeitsmarktflexibilität und Regulierung schließen sich nicht grundsätzlich aus. Das ist das Ergebnis einer Studie von Marcel Erlinghagen und Klaus Zühlke in der neuen Ausgabe 2/2001 der Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Sie untersuchen die Zu- und Abwanderung im Baugewerbe im Vergleich zum Maschinenbau und gehen dabei der Frage nach, ob das bauspezifische Regulierungssystem noch genügend Flexibilität am Arbeitsmarkt erlaubt. Die Autoren stellen fest, dass in den 80er Jahren aus der Baubranche zwar mehr Arbeitskräfte abgewandert sind als aus dem Maschinenbau, es jedoch beiden Bereichen gleichzeitig gelungen sei, qualifizierte Beschäftigte anzuwerben und zu halten.

Anette Haas und Joachim Möller untersuchen, ob der Qualifizierungstrend zu einem regionalen Ausgleich führt oder ob sich Unterschiede in den Qualifikationen der Beschäftigten verstärken. Für den Zeitraum von 1980 bis 1997 kommen die Verfasser zu dem Ergebnis, dass sich die Qualifikationen eher angeglichen haben und die räumliche Konzentration der Hochqualifizierten abgenommen hat. Gleichzeitig sei allerdings "die Qualifikationsintensität im Produktionsbereich der Kernstädte angestiegen", so die Autoren.

Dass Arbeitslosigkeit Arbeitnehmer sehr ungleich trifft, belegt ein Beitrag von Beate Kurtz und Hermann Scherl, die die Erwerbslaufbahn von Männern analysieren, die zwischen 1925 und 1939 geboren wurden. Dabei stellen die Autoren fest, dass weniger als die Hälfte dieser Personengruppe bis zum Eintritt in den Ruhestand jemals von Arbeitslosigkeit betroffen war. Über die Hälfte aller Arbeitslosigkeitstage konzentrierte sich sogar auf die zehn Prozent der Betroffenen, die insgesamt am längsten arbeitslos waren.

Weitere Beiträge befassen sich mit der Wiedereingliederung nach der beruflichen Rehabilitation, mit Controlling-Ansätzen in europäischen Arbeitsverwaltungen und mit dem Zusammenhang von Stiller Reserve und geringfügiger Beschäftigung.

Das Heft kann beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit, Arbeitsbereich V/7, 90327 Nürnberg, Fax: 0911/179-5999, bestellt werden. Es kostet 26,50 DM zuzüglich Versandkosten.

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