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Gehirn unterscheidet virtuelle und reale Gewalt nicht

24.06.2005


Brutale Videospiele festigen Verhaltensmuster



Das menschliche Gehirn reagiert auf virtuelle Gewaltdarstellungen genauso, wie es auf reale Gewalt reagiert. Wie ein Forscherteam der Universtät Aachen in einer Untersuchung herausfand, sorgt eine Gewaltsimulation dafür, dass kognitive Teile des Gehirns aktiviert und emotionale Teile abgeschaltet werden. Genau die gleiche Reaktion des Gehirns lässt sich bei echten Gewaltakten feststellen, zitiert BBC News die Studie.

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Das Team der Universität Aachen ließ für die Studie 13 Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren etwa zwei Stunden täglich Videospiele spielen. Während der Zeit waren die Probanden an Messgeräte angeschlossen, welche die Gehirnaktivitäten aufzeichneten. Die Forscher kontrollierten die Signale und beobachteten, wie sich die Hirnaktivitäten während des Spiels veränderten. "Das regelmäßige Spielen von Videospielen könnte bestimmte Abläufe im Gehirn festigen", so Niels Birbaumer von der Universität Tübingen. "Wenn ein regelmäßiger Spieler dann mit realer Gewalt konfrontiert wird, kann es passieren, dass er solch ein verfestigtes Verhaltensmuster anwendet und eher dazu geneigt ist, aggressiv zu reagieren."

Andere Experten äußerten allerdings Zweifel an der These der Aachener Forscher. "Der Instinkt jemandem auf die Nase zu hauen ist elementar", so Guy Cumberbatch, ein Kommunikationsexperte. "Ich glaube nicht, dass dieser Instinkt irgendwie von diesen Spielen beeinflusst wird."

Silke Welteroth | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ukaachen.de

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