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Magenband lässt Übergewichtige besser schlafen

17.06.2005


Rund die Hälfte der Betroffenen leiden derzeit unter Schlafapnoe


Eine Studie australischer Wissenschaftler von der Monash University hat gezeigt, dass sich nach dem Einsetzten eines Magenbandes und dem dadurch initiierten Gewichtsverlust die Schlafqualität von übergewichtigen Personen deutlich verbesserte. Denn das nächtliche Atemmuster wird konstanter und die Gefahr einer Schlafapnoe verringert. Darüber hinaus nehmen bei den Betroffenen Depressionssymptome ab, das Müdigkeitsgefühl am Tag geht deutlich zurück und die Lebensqualität sowie das Selbstwertgefühl der Patienten steigen merklich. Die Ergebnisse der Studie sind auf der Homepage des International Journal of Obesity veröffentlicht worden.

"Unsere Studie zeigt, dass der laparoskopischen Einsatz eines verstellbaren Magenbandes Verbesserungen bei einer Reihe von Problemen bietet, die mit Übergewicht in Verbindung stehen, inklusive obstruktiver Schlafapnoe und Tagesmüdigkeit", erklärte Studienleiter John Dixon.


Bis zu achtundvierzig Prozent übergewichtiger Männer und bis zu achtunddreißig Prozent übergewichtiger Frauen leiden unter einer obstruktiven Schlafapnoe. Die Erkrankung, bei der sich der Hals im Schlaf verschließt und so die Luftzufuhr verhindert, stört den Schlaf des Patienten erheblich. Patienten, die unter obstruktiver Schlafapnoe leiden, haben auch eine stärkere Veranlagung, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln. Das ist ein Zustand, der mit einem erhöhten Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Typ II Diabetes verbunden ist, so der Experte. Laut Dixon verbrachten Patienten nach einem erheblichen Gewichtsverlust einen größeren Teil ihres Schlafes im so genannten Rapid-Eye-Movement-Schlaf (REM) und in den tieferen Schlafphasen.

Gegenwärtig ist die Überdruckbeatmung die Haupttherapieform für obstruktive Schlafapnoe. Viele Patienten finden diese aber auf Dauer nur schwer erträglich. Insbesondere für das Problem der obstruktiven Schlafapnoe scheint ein starker Gewichtsverlust die beste Therapieform zu sein. Weitere Untersuchungen sollen nun die Vorteilhaftigkeit der Therapieform mittels eines verstellbaren Magenbandes untermauern.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.monash.edu.au
http://www.nature.com/ijo/

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