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Genetischer Rasterplan soll Alzheimer entlarven

16.06.2005


Forscher ermitteln die umweltbedingten und genetischen Ursachen von Alzheimer




Ein ehrgeiziges Projekt haben die US-amerikanischen Wissenschafter der Marshfield Clinic Research Foundation (MCRF) geplant: Sie wollen in einer zweijährigen Studie die genetischen und umweltbedingten Einfußfaktoren für den Ausbruch der Alzheimerkrankheit ermitteln. "Diese Studie wird der erste Schritt zur Entwicklung von Diagnoseplänen sein, um die Erkrankung noch vor deren Ausbruch zu identifizieren", erklärte Studienleiter Nader Ghebranios vom MCRF.

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Ghebranious greift für seine Studie auf anonymes DNA-Datenmaterial zurück, das seit mehr als einem Jahrzehnt für das Personalized Medicine Research Project (PMRP) gesammelt wurde. Die Datenbank der PMRP enthält die DNA-Proben und medizinischen Berichte von 18.000 Menschen, die sich an Marshfield-Kliniken behandeln ließen. Dieses Datenmaterial soll dazu verwendet werden, um jene Gene zu ermitteln, die für einen möglichen Ausbruch der Krankheit verantwortlich sind.

Die Forscher benötigen für ihre Studie rund 150 Alzheimer-Patienten und eine ebenso große Kontrollgruppe. Nach einer gründlichen Analyse der jeweiligen DNA-Strukturen wollen die Forscher ein Genmuster erstellen, das sie befähigt aus dem Datenpool des PMRP Alzheimer-gefährdete Patienten zu identifizieren.

Auf Grund der Komplexität der Alzheimer-Erkrankung vermuten die Forscher, dass verschiedene genetische und umweltbedingte Faktoren für den Ausbruch verantwortlich sind. Ghebranious will sich vor allem auf vier Gene konzentrieren, die in Zusammenhang mit der Krankheit gebracht werden. Es handelt sich dabei um die Gene APOE4, Cytochrome P 46, Oxidized LDL receptor 1 und Angiotensin 1.

Bei den umweltbedingten Faktoren wollen sich die Forscher vor allem auf das Rauchen und die Einnahme des Cholesterol-Senkers Statin konzentrieren. Denn bisher noch nicht verifizierte Studien haben diesen beiden Komponenten eine positive Wirkung gegen Alzheimer attestiert.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://research.marshfieldclinic.org/

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