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Forscher züchten funktionstüchtige Gehirnzellen im Labor

15.06.2005


Methode als neue Waffe im Kampf gegen Parkinson




US-amerikanische Forscher haben erstmals unter kontrollierten Bedingungen mit einem neuen Verfahren adulte Gehirnzellen im Labor dupliziert. Die neue Technik, die derzeit nur an Tierzellen getestet wurde, wird den Forschern in Zukunft möglicherweise die unlimitierte Produktion von Gehirnzellen ermöglichen. Dadurch könnten Patienten mit ihren eigenen Zellen behandelt werden. Die Forscher nehmen an, dass diese Technik als neue Waffe im Kampf gegen Erkrankungen wie Parkinson und Epilepsie eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Proceedings of the National Academy of Sciences publiziert worden.

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Die Forscher des McKnight Brain Institutes haben in einem derzeit einzigartigen Verfahren den Prozess des Heranwachsens von Zellen Schritt für Schritt komplett repliziert. Dadurch setzt sich ihre Methode von bereits bestehenden Verfahrensmöglichkeiten ab, die es ermöglichen, aus unreifen Stammzellen Gehirnzellen heranzuzüchten. "Die Fähigkeit einen speziellen Zelltyp zu regenerieren und ihn wieder am richtigen Platz einzusetzen, wäre ein wesentlicher Forschungsdurchbruch bei der Behandlung von neural bedingten Erkrankungen", erklärte Studienleiter Bjorn Scheffel.

Holland und sein Team haben eine Methode weiterentwickelt, die bereits dazu benutzt wurde, um erwachsene Blutzellen außerhalb des Körpers herzustellen. Sie sammelten unreife, neurale Stammzellen aus dem Gehirn von Mäusen und benutzten Chemikalien um das Wachstum herbeizuführen. Während dieses Prozesses dokumentierten sie den Wachstumsprozess alle fünf Minuten mit Hilfe eines speziellen Mikroskops. Daraus entstand ein Kurzfilm, der die Entwicklungsstadien des Zellwachstums bis zur voll entwickelten Gehirnzelle (Neuron) dokumentiert. Auch die physiologischen Entwicklungen, die während des Reifungsprozesses stattfanden, konnten mit einer bisher undokumentierten Deatiltreue festgehalten werden.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.pnas.org/
http://www.mbi.ufl.edu/

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