Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektroingenieure sind die „Shooting-Stars“ auf dem Arbeitsmarkt

09.06.2005


Ungeachtet der angespannten Wirtschaftslage haben Elektroingenieure auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen. Darauf wies Dipl.-Ing. Michael Stadler, VDE-Präsident und Vorsitzender des Vorstands von RWE Solutions bei der Präsentation der VDE-Ingenieurstudie 2005 in München hin.



Der Bedarf an Ingenieuren der Elektro- und Informationstechnik steigt weiterhin. Das aktuelle Job-Barometer des VDE weist gegenwärtig über 7.000 Online-Stellenangebote für Elektroingenieure aus, wobei etwa die Hälfte der VDE-Mitgliedsunternehmen für 2005 mehr Neueinstellungen plant. „Die Zahl der Absolventen hält mit dieser Entwicklung aber nicht Schritt“, warnt Stadler. So rechneten 20 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Verbandes mit einem anhaltenden Expertenmangel in den Bereichen Forschung & Entwicklung sowie IT, wovon besonders der unternehmerische Mittelstand betroffen sei.



Nicht nur der Arbeitsmarkt, sondern vielmehr auch der Ingenieurberuf befindet derzeit im Umbruch. So sind Elektroingenieure neben ihren klassischen Branchen wie Telekommunikation und Energie zunehmend in neuen interdisziplinären Arbeits- und Technologiefeldern tätig, hierzu zählen laut Stadler insbesondere die großen Trendgebiete Mikrotechnik, Mobilität und Life Science.

Das Beispiel Mikrosystemtechnik zeigt in aller Deutlichkeit, in welchem Ausmaß die Fach- und Entwicklungsbereiche miteinander verschmelzen. Wenn Ingenieure und Naturwissenschaftler elektrische, mechanische und optische Techniken auf einem Chip vereinen, müssen zum Beispiel Schaltungsentwickler, IT-Experten und Physiker im Projektteam zusammen arbeiten. Auch kaufmännische Fragestellungen sowie ein ausgeprägtes Bewusstsein für Termine, Kosten und Qualität spielen in der beruflichen Praxis der Ingenieure der Studie zufolge eine immer größere Rolle. Die verstärkte Kundenorientierung, so der VDE, erfordere nicht nur die Entwicklung individuell angepasster High-Tech-Produkte sondern verlange auch deren hohe Verfügbarkeit und Qualität. Gefragt seinen Ingenieure auch als Mittler zwischen Technik und Öffentlichkeit. Denn Unternehmen legten immer mehr Wert auf die „öffentliche Meinung“, die damit quasi die Bedeutung eines „Kunden“ bekomme. Ingenieure die in der Lage sind, die öffentliche Diskussion mitzugestalten, seien daher besonders gefragt.

Der VDE-Ingenieurstudie 2005 zufolge hat sich die Arbeit des Ingenieurs auch von der Entwicklung neuer technischer Komponenten, Geräte und Anlagen bis hin zu Projektierung, Implementierung und Integration komplexer Systeme aus Hard- und Software verlagert. „Allerdings“, so ein Resümee der Studie, „müssen klassische Ingenieuraufgaben wie Produktentwicklung und Konstruktion eine wichtige Basis des Ingenieurberufes bleiben.“ Im Mittelpunkt der Ingenieurausbildung müsse, so der Standpunkt des VDE, eindeutig die hochwertige und umfassende Vermittlung fachlichen Wissens und technischer Fähigkeiten stehen. Zusätzlich erfordere der strukturelle Wandel innerhalb der Betriebe bei den Ingenieuren mehr nichttechnische Kompetenzen. Diese würden sich von Sprach und Präsentationskenntnissen für die Teamarbeit bis hin zur ausgeprägten Führungskompetenz für die Übernahme von Managementaufgaben erstrecken.

Rolf Froböse | VDE - Pressestelle
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften