Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Haartönungen mit Krebsentstehung in Verbindung

08.06.2005


Europäische Studie an 5.000 Frauen als Beweis



Frauen, die regelmäßig ihre Haare tönen, entwickeln eher Lymphomen, als jene, die es nicht machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine europäische Studie an mehr als 5.000 Frauen, berichtet BBC-Online heute, Mittwoch. Experten hatten erklärt, dass einige krebserregende Bestandteile bereits in den 70-er Jahren aus den Haartönungen entfernt wurden. Dennoch warnt die Studie jene Frauen, die häufig in Kontakt mit solchen Färbemitteln gekommen sind.

... mehr zu:
»Krebsentstehung »Lymphom


Lymphome sind bösartige Tumore, die ihren Ursprung im lymphatischen Gewebe haben. Die Studienautoren der International Agency for Research on Cancer in Frankreich haben das Ergebnis bei der derzeit stattfindenden Internationalen Konferenz über maligne Lymphome, die derzeit in Lugano stattfindet, präsentiert. Unter jenen Frauen, die vor 1980 regelmäßig solche Haartönungen verwendeten, stieg das Risiko an Lymphomen zu erkranken um 20 Prozent, im Vergleich zu jenen, die niemals ihre Haare färbten. Etwa ein Drittel aller Frauen in Europa und in Nordamerika verwendet Haartönungen oder Färbemittel. Auch zehn Prozent der über 40-jährigen Männer verwenden regelmäßig solche Kosmetika.

"Jene Kosmetika, die in den vergangenen 25 Jahren auf den Markt gekommen sind, sind offensichtlich nicht davon betroffen", so der Forscher Poulo Bofetta. Es sei zwar noch etwas verfrüht, einen direkten Kausalzusammenhang zwischen den älteren Produkten und den Lymphomen herzustellen, aber der Verdacht erhärte sich zunehmends, meint der Experte. Dass die älteren Haarkosmetika tatsächlich krebserregend sein können, berichtet auch die American Medical Association, die erst kurz zuvor ein ähnliches Studienergebnis präsentiert hatte. Diese Studie hatte keine Verbindung von Haarfärbemitteln und Tönungen mit anderen Krebserkrankungen gefunden.

"In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl von Lymphom-Patienten verdoppelt", erklärt Franco Cavalli, Vorsitzender der Konferenz. Viren und andere Infektionserreger wurden für die Entstehung der Erkrankung verantwortlich gemacht. Wissenschaftler hatten aber wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass auch chemische Stoffe eine Rolle bei der Entstehung von Lymphomen spielen können.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk
http://www.iarc.fr
http://www.lymphcon.ch

Weitere Berichte zu: Krebsentstehung Lymphom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Granulare Materie blitzschnell im Bild

21.09.2017 | Verfahrenstechnologie

Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

21.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Überleben auf der Schneeball-Erde

21.09.2017 | Biowissenschaften Chemie