Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lachen verbrennt jährlich zwei Kilo Körperfett

07.06.2005


Zehn Minuten herzhaftes Lachen verbraucht die Kalorienmenge eines kleinen Apfels



Lachen ist nicht nur gut für die Psyche, sondern auch für die Figur, denn zehn bis 15 Minuten herzhaftes Lachen am Tag bringen im Jahr einen Gewichtsverlust von durchschnittlich zwei Kilogramm. Dies trifft jedoch nur auf echtes Gelächter zu, denn ein gekünsteltes Lachen verbrennt bei weitem nicht so viele Kalorien. "Täglich zehn bis fünfzehn Minuten zu lachen verbrennt um 20 Prozent mehr Kalorien ", erklärte Studienleiter Maciej Buchowski von der Vanderbilt University. Die Ergebnisse der Studie sind dieses Wochenende auf der Jahreskonferenz des European Congress on Obesity in Athen präsentiert worden.



Für den Versuchsverlauf richteten die Forscher ein spezielles Zimmer ein, das wie ein billiges Hotelzimmer konstruiert war. Sie luden 90 Freunde ein, spielten ihnen Comedy-Clips vor und maßen dabei wie viele Kalorien sie beim Lachen verbrauchten. Dazu testeten sie jeweils sieben männliche Freundespaare, 17 weibliche und 21 gemischte Freundespaare. "Das Ziel der Studie teilten wir den Probanden nicht mit, denn wenn sie es gewusst hätten, wäre ein Teil des Lachens sicherlich gezwungen gewesen. Dieses Lachen wird jedoch von einem komplett anderen Teil des Gehirns initiiert", so Buchowski. Darum wurde den Versuchsteilnehmern mitgeteilt, dass die emotionale Reaktion auf verschiedene Videoclips getestet wird.

Die Teilnehmer wurden dazu angehalten ruhig in ihren Sesseln zu sitzen und fünf verschiedene Videoclips anzusehen. Es handelte sich um jeweils zehn Minuten der Cosby Show, die zwischendurch von fünf Minuten-Intervallen eines Videoclips von grasenden Schafen unterbrochen wurde. "In der ersten halbe Stunde zeigten wir unseren Versuchspersonen etwas Langweiliges, um ihre Körperfunktionen im Ruhestatus zu ermitteln", erklärte Buchowski. Erfasst wurden die Herz- und Atemfrequenz und das Gelächter. Analysegeräte im Untersuchungsraum zeichneten zudem die Höhe des verbrauchten Sauerstoffs und des ausgeatmeten Kohlendioxids auf, um den Energieverbrauch zu messen. Durch die Unterschiede dieser Gaswerte konnten die Forscher die Höhe des Energieverbrauchs der Probanden ermitteln.

"Unsere Kalkulationen haben ergeben, dass zehn Minuten Lachen circa 50 Kalorien verbrennen. Aufgerechnet auf das Jahr würde das einen Gewichtsverlust von zwei Kilogramm bedeuten", resümierte der Experte.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.vanderbilt.edu
http://www.eco2005.gr/

Weitere Berichte zu: Gewichtsverlust Kalorie Kalorien Videoclip

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie