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Großmütter erhöhen Diabetesrisiko ihrer Enkel

09.05.2005


Generationsübergreifenden Auswirkungen erstmals nachgewiesen



Kinder, deren Großmütter während der Schwangerschaft und dem Stillen unter schlechter Ernährung zu leiden hatten, könnten ein erhöhtes Diabetesrisiko haben. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Texas gekommen. Es zeigte sich, dass eine Insulinresistenz, die ihrerseits zu Diabetes führen kann, über zwei Generationen vorprogrammiert werden kann. Die Enkel von Ratten, denen während der Trächtigkeit eine entsprechende Ernährung verweigert wurde, verfügten über ein höheres Risiko von Fettsucht und Insulinresistenz. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Physiology veröffentlicht. Britische Diabetesexperten argumentieren laut BBC, dass weitere Untersuchungen für die Bestätigung eines Zusammenhanges erforderlich seien.



Frühere Studien legten nahe, dass die Ernährung der Mutter im fraglichen Zeitraum für das Diabetesrisiko eine Rolle spielte. Die Autoren der aktuellen Studie meinen jedoch den Nachweis erbracht zu haben, dass dieser Effekt auch generationsübergreifend wirksam werden kann. Der Wissenschafter Peter Nathanielsz erklärte, dass die untersuchten Effekte die Folgen unzureichender Ernährung über die Generationen ausdehnten. "Sie liefern uns wichtige Hinweise auf die Entstehung einer Insulinresistenz und Diabetes." Es zeigte sich, dass Enkelinnen von den negativen Auswirkungen stärker betroffen waren. Bei männlichen Kindern schien die Ernährung der Mütter während der Stillperiode eine größere Rolle zu spielen. Laut Nathanielsz seien die genauen Mechanismen, die eine Rolle spielten, noch zu erforschen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uthscsa.edu
http://jp.physoc.org

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