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Ökologische Innovationen beeinflussen die Beschäftigung

04.05.2005


Die stetig wachsende Annahme ökologischer Innovationen bringt nachweislich sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Beschäftigung in Europa mit sich. Mithilfe des IMPRESS-Projekts konnte dieser Sachverhalt unter Anwendung von Umfragen und Fallstudien in vielen europäischen Firmen ausgiebig analysiert werden.

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Trotz der Überfülle an Studien zu den Auswirkungen bahnbrechender Entwicklungen auf die Beschäftigungsraten konzentrieren sich nur sehr wenige auf die ökologisch wertvollen Innovationen. In Übereinstimmung mit dem Weißbuch der Europäischen Kommission für "Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" wurden im Rahmen dieses Projekts Forschungsarbeiten durchgeführt, die Fallstudien und Befragungen beinhalten. Die Daten aus fünf europäischen Ländern wurden weiter analysiert, um die Beziehung zwischen ökologischer Innovation und Beschäftigung auf Firmenebene beurteilen zu können.

Im Gegensatz zu Prozessinnovationen zeigten Produkt- und Service-Innovationen einen positiven Effekt auf die Beschäftigung. Man fand heraus, dass Letzteres sehr von entscheidenden Durchbrüchen beeinflusst wird, die sich auf die Reorganisation beziehen. Jedoch können umweltfreundliche Technologien bezüglich prozess- und produktintegrierter Veränderungen sowie End-of-Pipe-Technologien in Bezug auf Entwicklungen zur Verschmutzungskontrolle oder auch einfache Öko-Innovationen, die Kostensenkungen umfassen, Arbeitsplätze abbauen. Andererseits beeinflusst der Marktanteil als Innovationsziel nicht unbedingt die Beschäftigung, sei es positiv oder negativ.


Die Analyse zeigte auch, dass umweltorientierte Innovationen in Abhängigkeit zu den Fertigkeiten stehen und höchst qualifizierte Arbeitnehmer erfordern, was wiederum zu Beschäftigungszuwächsen führt. Zusätzlich dazu stellte sich heraus, dass kleine Firmen leichter Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen als große Unternehmen. Positive Verkaufserwartungen sind ein weiterer Faktor, der die Beschäftigung nachweislich anwachsen lässt. Obwohl Programme zum ökologischen Support die Arbeitsmarktpolitik anscheinend nicht direkt beeinflussen, kann die umweltfreundliche Modernisierung von Firmen einen hauptsächlichen Einfluss auf die Verhinderung der Massenarbeitslosigkeit haben. Darüber hinaus haben steigende Gelder für umweltfreundlichere Produkte und Dienstleistungen als die End-of-Pipe-Lösungen möglicherweise ein großes Potenzial zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Dr. Klaus Rennings | ctm
Weitere Informationen:
http://www.zew.de/

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