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Selbsthypnose verringert Heuschnupfensymptome

27.04.2005


Menge der benötigten Medikamente nimmt ab


Hypnose kann erfolgreich gegen Heuschnupfen eingesetzt werden. Wissenschafter der Universität Basel haben 66 Personen mit Heuschnupfen Hypnosetechniken beigebracht. Es zeigte sich, dass dadurch Symptome wie das Rinnen der Nase verringert werden konnten. Die Teilnehmer nahmen die verschriebenen Medikamente weiter ein. Die Hypnose schien jedoch eine zusätzliche positive Wirkung zu haben, um die benötigte Medikamentenmenge zu verringern. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Psychotherapy and Psychosomatics veröffentlicht.

Die Studie wurde im Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt und umfasste zwei Heuschnupfenperioden. Während des ersten Jahres wurde ein Teil der Freiwilligen in Hypnosetechniken unterrichtet und ersucht sie regelmäßig anzuwenden sowie die normalen Medikamente weiter einzunehmen. Die Hypnoseschulung bestand aus einer zweistündigen Einheit mit einem erfahrenen Ausbilder. Die restlichen Teilnehmer blieben bei der Einnahme ihrer Medikamente. Nach einem Jahr zeigte sich, dass die Selbsthypnosegruppe in der Folge von geringeren Heuschnupfensymptomen berichtete. Während des zweiten Jahres wurde auch die zweite Gruppe in Hypnosetechniken unterrichtet. Auch diese Teilnehmer berichteten schließlich von einem Rückgang der Symptome.


Das Team um Wolf Langewitz testete die Auswirkungen der Hypnose auf den Körper zusätzlich im Labor. Es zeigte sich, dass die Hypnose den Luftstrom durch die Nase verbesserte. Dieser Effekt hielt an, auch wenn die Teilnehmer Heuschnupfen auslösenden Substanzen wie Pollen oder Gräsern ausgesetzt wurden. "Auch wenn unsere Ergebnisse noch keine genaue Antwort liefern, erscheint eine weitere Erforschung sinnvoll." Langewitz geht laut BBC davon aus, dass die Hypnose den Blutfluss verändert und so die bei Heuschupfen häufig auftretende Verstopfung der Nase verringert werden kannn.

Michaela Monschein | pressetext.schweiz
Weitere Informationen:
http://www.unibas.ch

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