Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Antibakterielle Produkte gefährden die Gesundheit

14.04.2005


Giftige Chemikalie wird über Haut und Atemwege aufgenommen



Das Benutzen von antibakteriellen Seifen und ähnlichen Produkten mit antimikrobischer Wirkung kann gesundheitlich sehr schädlich sein, da sich bei der Verwendung eine signifikante Dosis Chloroform bildet. Denn in den meisten antibakteriellen Produkten ist die Chemikalie Triclosan enthalten, die zusammen mit dem Chlor im Leitungswasser durch eine chemische Reaktion zu Chloroform reagiert. Und dieser giftige Stoff kann durch die Verwendung von Seifen, Cremes oder Kosmetika über Haut und Atemwege aufgenommen werden. Das sind die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie der National Science Foundation (NSF).

... mehr zu:
»Atemweg »Chemikalie »Chloroform »Triclosan


Triclosan ist eine synthetische Chemikalie mit einer breiten antibakteriellen Wirkung, die besonders für persönliche Pflegeprodukte, Kosmetika, antibakterielle Cremes, Akne-Mittel, Lotionen, Handseifen und Geschirrspülmittel verwendet wird. Triclosan wird auch als Zusatz zu Plastik, polymeren Stoffen, Textilien und medizinischen Implantaten eingesetzt. Hauptsächlich wird die Chemikalie zum Abtöten von Bakterien auf der Haut und auf anderen Oberflächen verwendet und dient zudem als Konservierungsmittel, beispielsweise auch von Lebensmitteln.

"Mit dieser Studie konnten wir erstmals beweisen, dass manche der derzeit so populären antibakteriellen Konsumprodukte eine gesundheitsschädliche Menge Chloroform produzieren. Die Auswirkungen auf den Konsumenten sind derzeit noch nicht abzuschätzen, doch eines ist klar festzuhalten: Chloroform ist ein krebserregender Stoff", erklärte Studienleiter Peter Vikesland. "Es gibt zahllose Wege wie der Konsument mit dieser Substanz in Kontakt kommen kann. Beim Geschirrspülen, beim Duschen oder bei der Verwendung von Lotionen, die Triclosan enthalten. Und dadurch kann in weiter Folge das gesundheitsschädliche Chloroform über die Haut absorbiert oder die Atemwege inhaliert werden", resümierte Vikesland. Die Forscher fordern nun eine Neuregulierung des Einsatzes dieses Stoffes.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nsf.gov

Weitere Berichte zu: Atemweg Chemikalie Chloroform Triclosan

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen