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Monatliche Injektion zur Behandlung von Alkoholismus

06.04.2005


Naltrexone und psychologische Beratung viel versprechend



Amerikanische Wissenschafter haben nachgewiesen, dass Alkoholikern eine monatliche Injektion mit dem Medikament Naltrexone beim Aufhören helfen kann. Tests mit 627 Teilnehmern zeigten, dass die Injektionen in Kombination mit psychologischer Beratung starken Alkoholmissbrauch verringern. Es wird angenommen, dass Naltrexone die angenehmen Wirkungen des Alkoholkonsums durch die Blockierung der Euphorierezeptoren im Gehirn verringern. Die von Experten begrüßte Untersuchung wurde unter der Leitung von Helen Pettinati von der University of Pennsylvania School of Medicine durchgeführt. Damit würden die Erfolgsaussichten verbessert und die tägliche Einnahme von Tabletten überflüssig. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Journal of the American Medical Association veröffentlicht.



Zum Beispiel in Großbritannien ist Naltrexone nicht zur Behandlung von Alkoholismus zugelassen. Das Medikament wird jedoch bereits von einigen Kliniken eingesetzt. Die Verabreichung erfolgte bisher jedoch nicht als Injektion. Zugelassen ist das Medikament für die Behandlung der Abhängigkeit von Opiaten wie Heroin. Naltrexone blockiert die Wirkung der Opiate direkt. Derzeit steht es wie andere Medikamente zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit als Tablette oder Implantat zur Verfügung. Beide dieser Verabreichungsformen haben jedoch laut BBC ihre Nachteile. Die Einnahme der Tablette wird leicht vergessen und die Implantate müssen unter der Haut getragen werden. Laut Pettinati wurden die Injektionen von den Teilnehmern gut vertragen und verursachten nur sehr geringe Nebenwirkungen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.med.upenn.edu
http://jama.ama-assn.org

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