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Banken steigen verstärkt in das Versicherungsgeschäft ein

23.03.2005


Banken steigen verstärkt in den Vertrieb von Versicherungsprodukten ein. Sieben von zehn Kreditinstituten wollen künftig Produkte zur betrieblichen Altersvorsorge verkaufen, 59 Prozent erweitern ihre Angebotspalette um Krankenzusatzversicherungen. Jede zehnte Bank verspricht sich bei der gewerblichen Sach- und Haftpflichtversicherung sowie bei der Unfallversicherung Wachstumschancen. Das ergibt die aktuelle Studie Banking Trend der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting und der Fachzeitschrift "Bankmagazin", die in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagement-Software Inworks erstellt wurde.


Die größten Potenziale sehen die befragten Bankmanager in der Alters- und Gesundheitsvorsorge. 71 Prozent der Kreditinstitute wollen ihren Kunden künftig zunehmend Produkte zur betrieblichen Altersvorsorge anbieten. Bei den privaten Instituten sind es sogar drei Viertel. Ein Grund: Bisher haben 52 Prozent der deutschen Beschäftigten noch keine Betriebsrente abgeschlossen. Und auch bei der privaten Vorsorge wollen die Banken den Versicherungen Kunden abwerben. 48 Prozent planen, mit Lebensversicherungen zusätzliche Erlöse zu erzielen. Bei den Genossenschaftsbanken wollen sogar 55 Prozent mit Hilfe von Lebensversicherungen wachsen.

Das größte Wachstum erhoffen sich die Genossenschaftsbanken jedoch durch den Verkauf von Krankenzusatzversicherungen. 64 Prozent der Fach- und Führungskräfte sehen hier ein großes Potenzial. Ein Grund: Seit diesem Jahr müssen Patienten bei einigen Arztbesuchen tiefer in die Tasche greifen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen zum Beispiel den Zahnersatz nicht mehr zur Hälfte, sondern zahlen lediglich einen geringen fixen Zuschuss. Dieser orientiert sich am zu behebenden Mangel, aber nicht an den Kosten für den Patienten. Die Folge: Um diese Versorgungslücke zu schließen, wollen sich immer mehr Bankkunden zusätzlich privat absichern. Im Branchendurchschnitt gehen sechs von zehn Banken davon aus, dass ihnen das Geschäft mit Zusatzversicherungen für Zahnersatz, Brillen und Krankenhausaufenthalte Wachstum bringt. Das sind acht Prozentpunkte mehr als im Juni 2004. In die Krankenvollversicherung setzen hingegen nur 19 Prozent der Banken große Erwartungen.


Hintergrundinformationen Aktuelle Entwicklungen im Bankbereich stehen im Mittelpunkt der Studie Banking Trend von Steria Mummert Consulting, der Fachzeitschrift "Bankmagazin" und Inworks. Im September und Oktober 2004 wurden 306 Fach- und Führungskräfte deutscher Banken befragt.

Jörg Forthmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.mummert-consulting.de
http://www.steria-mummert.de
http://www.steria.com

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