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Börsenstudie Europa

26.07.2001


Die zersplitterte europäische Börsenlandschaft gehört bald der Vergangenheit an. Nach einer Studie der Management- und Technologieberatung Accenture existiert in Europa in fünf Jahren im Bereich des Clearing und Settlements nur noch ein einziges pan-europäisches Clearinghaus. Europäische „Blue Chips“ werden dann nur noch auf zwei unterschiedlichen Systemen gehandelt. Die zersplitterte europäische Börsenlandschaft gehört bald der Vergangenheit an. Nach einer Studie der Management- und Technologieberatung Accenture existiert in Europa in fünf Jahren im Bereich des Clearing und Settlements nur noch ein einziges pan-europäisches Clearinghaus. Europäische „Blue Chips“ werden dann nur noch auf zwei unterschiedlichen Systemen gehandelt.

Globale Kapitalmärkte und die Bedürfnisse der Marktteilnehmer lassen nationale Grenzen beim Handel mit Wertpapieren nicht mehr zu. Die Folge: Die fragmentierte europäische Börsenlandschaft steht vor einer umfassenden Konsolidierung. Accenture hat die zu erwartenden Veränderungen in einer Studie untersucht. Die Ergebnisse wurden durch 30 Interviews mit Experten aus Banken, Börsen und anderen Kapitalmarktinstitutionen bestätigt.

Accenture und die Experten erwarten eine massive Konsolidierung im Bereich des Clearing und Settlements, also in der Abwicklung von Wertpapiergeschäften. Im Jahr 2006, so die Prognose, wird nur noch ein pan-europäisches Clearinghaus existieren. „Die Marktteilnehmer sind nicht länger bereit, die hohen Abwicklungskosten - insbesondere im grenzüberschreitenden Clearing und Settlement - zu zahlen“, so Susanne Klöß, Partner bei Accenture. „Dadurch entsteht ein enormer Druck auf die Börsen sowie die Clearing- und Settlement-Institutionen, der eine Konsolidierung der Systeme vorantreibt“, so die Kapitalmarktexpertin weiter.

Auch die Zahl der unterschiedlichen Handelssysteme wird sich nach Aussagen der Studie deutlich verringern. In fünf Jahren existieren nur noch zwei unterschiedliche Handelsplattformen, die um die großen europäischen Standardwerte konkurrieren. Die Konsolidierung in den Bereichen Clearing und Handel bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass sich die Zahl der Börsen im selben Ausmaß verringert. „Einige kleinere Börsen werden Nischenplätze besetzen und diese sehr erfolgreich verteidigen“, so Susanne Klöß. Andere Börsen werden den Charakter isolierter Handelsplätze verlieren und sich durch eine Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit das Überleben sichern. Hierzu gehört etwa die Entwicklung neuer Märkte, wie etwa Marktplätze für Strom sowie die Entwicklung einiger Börsen zum Technologieanbieter für andere Börsen.

Ralf Miller | Presseraum

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