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Studie: Schlechte Noten für Online-Sicherheit

14.03.2005


US-Banken verlieren 1,2 Mrd. Dollar durch Phishing


Das Internet ist laut Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) zu einem Tummelplatz von unseriösen Anbietern geworden. Anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März hat der VZBV heute, Freitag, einen Bericht zur aktuellen Lage in den Bereichen Online-Banking, E-Commerce, Datenschutz und Spamming veröffentlicht und einen Forderungskatalog zur Verbesserung der Verbrauchersicherheit im Internet vorgestellt. "Derzeit verdienen die Sicherheitsstandards der Online-Branche im Schnitt die Note mangelhaft", so Edda Müller, Vorstand des VZBV.

Dem VZBV nach erledigen derzeit etwa 20 Mio. Deutsche ihre Bankgeschäfte am Computer. Das übliche PIN/TAN-Verfahren, das hierzu genutzt wird, muss aber spätestens seit der Bedrohung durch Phishing als unsicher und untauglich eingestuft werden. 2003 bezifferten Banken und Kartenunternehmen allein in den USA den ihnen entstandenen Schaden mit 1,2 Mrd. US-Dollar, so eine Gartner-Studie. Der VZBV fordert daher nicht nur eine Umstellung auf verbesserte Zahlungssysteme mit zusätzlicher Buchungsbestätigung sondern auch eine Gesetzesänderung: Die Beweislast bei Missbrauch von Zugangsdaten zu Online-Konten soll künftig die Bank und nicht mehr der Kunde tragen.


Auch beim E-Commerce sieht der VZBV große Probleme. Eine Postbank/Europressdienst-Studie von 2004, dass in 9,6 Prozent der Fälle im Inland bestellte Ware nie ankam und in 16,8 Prozent der Fälle die bestellte Ware nicht zurückgegeben oder umgetauscht werden konnte. Hier fordert der VZBV, Lieferung und Rechnung künftig nach dem Prinzip "erst die Ware, dann das Geld" abzuwickeln. Müller: "Geschäfte im Internet müssen so sicher werden wie das Einkaufen im Supermarkt um die Ecke."

Silke Welteroth | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.vzbv.de

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