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Prävention der Berufsgenossenschaften führt erneut zu weniger Unfällen

11.03.2005

Der rückläufige Trend bei den Arbeits- und Wegeunfällen in der gewerblichen Wirtschaft hat sich auch im Jahr 2004 fortgesetzt. Dies zeigen die vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) ermittelten vorläufigen Zahlen zu den Arbeits- und Wegeunfällen in 2004. Die Berufsgenossenschaften sind als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die Prävention, Rehabilitation und Entschädigung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten verantwortlich.

2004 gab es insgesamt 847.461 meldepflichtige Arbeitsunfälle und damit im Vergleich zum Jahr davor 23.684 Unfälle weniger (-2,7 Prozent). Bei den Wegeunfällen zeigt sich der Rückgang noch deutlicher: Ihre Zahl beläuft sich auf insgesamt 151.278, im Vorjahr waren es noch 158.301 Unfälle auf dem Weg von oder zur Arbeit. Damit liegt der Wert um 4,4 Prozent niedriger als im Jahr 2003. Bei den Arbeitsunfällen sind im Bergbau, in der Bau-Branche und im Wirtschaftszweig Holz die stärksten Rückgänge zu verzeichnen. "In einzelnen Bereichen, wie zum Beispiel dem Bau, sind die Beschäftigtenzahlen massiv gesunken, was sich natürlich bemerkbar macht", so Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer des HVBG. "Dennoch stieg laut Statistischem Bundesamt die Gesamtbeschäftigungszahl um 0,4 Prozent an, was eigentlich auch mehr Arbeitsunfälle bedeuten müsste. Dass dies nicht so ist, ist zu einem großen Teil auch den Präventionsaktivitäten der Unternehmer und ihrer Berufsgenossenschaften zu verdanken."

Kein anderer Sozialversicherer wendet einen höheren Anteil seiner Gesamtausgaben für Prävention auf als die Berufsgenossenschaften. Breuer: "Engagement und Mitteleinsatz in der Prävention zahlen sich aus - die langjährige Beitragsstabilität im Bereich der Unfallversicherung ist nur ein Zeichen dafür. Entsprechend begrüßen wir jede Initiative zur Stärkung der Prävention. Allerdings darf die Politik Aktivitäten im Ergebnis nicht verkomplizieren und erschweren. Diese Gefahr besteht leider durch das geplante Präventionsgesetz in seiner jetzigen Form."

Der Hauptverband der Berufsgenossenschaften hat eine entsprechende Stellungnahme abgegeben, in der auf mögliche Unklarheiten und Missverständnisse im Zusammenhang mit dem Präventionsgesetz hingewiesen wird. "Wir hoffen auf einen konstruktiven Dialog und auf Nachbesserungen an Stellen, die dem wichtigen Anliegen der Prävention hinderlich sein können", so Breuer.

Dr. Dagmar Schittly | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.hvbg.de

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