Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Trotz rauer Zeiten halten Unternehmen an E-Business fest

11.07.2001


Zweifel an Wirtschaftlichkeit und Integrationsprobleme sind Hürden

Ungeachtet der gedämpften Stimmung im IT-Markt setzen Unternehmen weiter auf E-Business: Für 59 Prozent hat das Thema höchste Priorität. So lautet das Ergebnis der aktuellen Studie "E-Business in Deutschland 2001 - Eine Bestandsaufnahme". Die Fachzeitschrift COMPUTERWOCHE befragte in Zusammenarbeit mit den Marktanalysten von Pierre Audoin Conseil (PAC) 240 deutsche Firmen via Internet nach der Bedeutung von E-Business für ihr Geschäft. Insbesondere Internet-Sales, Unternehmensportale und Wissens-Management via World Wide Web und Intranet stehen dabei hoch im Kurs. 31 Prozent der Teilnehmer räumen E-Business einen "normalen" Stellenwert ein, für nur 10 Prozent ist das Thema derzeit "eher unwichtig".

Als Hürde für die Einführung des E-Business erweisen sich für zahlreiche Befragte Zweifel an der Wirtschaftlichkeit. Allerdings wird diese Skepsis abgelegt, sobald konkrete Erfahrungen mit E-Business-Projekten vorliegen: So registrieren rund 77 Prozent der Unternehmen, die ein E-Sales- oder Customer-Relationship-Management(CRM)-Projekt realisiert haben, - was auf ein Viertel der Befragten zutrifft -, ein deutliches Umsatzplus. Auch drei Viertel der E-Procurement-Projekte, die von16 Prozent der Teilnehmer abgeschlossen wurden, erreichten eine Kostensenkung im Einkauf.

Ein weiteres Hindernis für die Etablierung von E-Business in Unternehmen sind nach Auffassung der Befragten derzeit noch Integrationsprobleme: Projekte, die engagierte Vertriebs- und Marketing-Leiter aufsetzten, müssen nun in die Unternehmensbereiche integriert werden. Die oft teueren Lösungen für eine interne und externe Verzahnung von Prozessen und Anwendungen werden jedoch von vielen Verantwortlichen noch nicht genutzt. "Integrationssoftware sieht man nicht. Und für etwas, das man nicht sieht, gibt man auch nur ungern Geld aus", lautet die Begründung.

Allerdings sind die Zeiten vorbei, in denen Vertrieb und Marketing ihre E-Shop- und Website-Projekte selbst in die Hand nahmen: Heute gibt bei 64 Prozent der Unternehmen die Unternehmensleitung oder eine eigens für E-Business eingerichtete Stabsstelle den Anstoß für E-Projekte. 50 Prozent der Vorhaben initiiert mittlerweile die IT-Abteilung.

Nur rund sechs Prozent der an der Studie teilnehmenden Firmen haben bisher überhaupt kein E-Business-Projekt gestartet. Alle Teilnehmer haben im Schnitt 3,9 Vorhaben realisiert. Banken, die E-Business-Aktivitäten mit 86 Prozent von allen Branchen die "höchste Priorität" einräumten, haben mit 5,7 Prozent Projekten im Mittel die Nase vorn, gefolgt von Versicherungen (5,5) und Industriebetrieben (4,7).

Bernd Seidel | ots

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen