Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Internet als Videothek und Musikgeschäft

28.01.2005


Jeder fünfte Online-Shopper kauft Filme aus dem Netz, jeder dritte lädt gegen Bezahlung Musik herunter. Hohe Wachstumspotenziale



Der traditionelle Vertrieb von Filmen bekommt zunehmend Konkurrenz aus dem Netz. Online-Videotheken sowie der bezahlte Download, das "Video on demand", sind auf dem Vormarsch. Das hat die Postbank Studie "eCommerce 2004" jetzt gezeigt. 18,9 Prozent der deutschen Online-Shopper haben bereits Filme gegen Bezahlung über das Internet bezogen, 26,6 Prozent würden dies gerne tun. Nicht eingerechnet sind darin die über 1,7 Millionen unbezahlter Filmdownloads, die nach Angaben der Deutschen Filmförderungsanstalt monatlich in Deutschland stattfinden.



Hauptnutzer des "Video on demand" sind nach der Studie die 18- bis 29-Jährigen. 23,5 Prozent (männliche Online-Shopper von 18 bis 29 Jahre: 26 Prozent) haben schon einmal einen Film gegen Bezahlung aus dem Internet geladen. Weitere 34 Prozent planen dies zu tun.

Nach Angaben des Interessenverbandes des Video- und Medienfachhandels in Deutschland (IVD), der 3.800 der insgesamt rund 4.200 deutschen Videotheken vertritt, ist die stationäre Videothek durch das "Video on demand" und durch Internet-Videotheken zumindest in den nächsten Jahren nicht existenziell bedroht. In 2004 habe sich der Markt mit 81,5 Millionen Verleihvorgängen (minus 1,7 Prozent gegenüber 2003) im Gegensatz zu den starken Einbußen der Vorjahre weitgehend stabilisiert. Auf Online-Videotheken entfielen 7,7 Prozent aller Verleihvorgänge.

Weniger optimistisch äußert sich der Gesamtverband deutscher Musikfachgeschäfte (GDM). Die Zahl der freien CD- und Plattenläden ist nach Angaben des GDM in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Experten schätzen, dass es gegenwärtig in Deutschland noch etwa 300 bis 500 unabhängige Musikgeschäfte gibt. Konkurrenz kommt einerseits von den großen Handelsketten, den Raubkopierern, aber immer stärker auch von den kommerziellen Downloadplattformen im Internet.

Laut Studie der Postbank haben 32,9 Prozent der befragten Online-Shopper mindestens einmal Musik gegen Bezahlung aus dem Internet geladen, 24,1 Prozent können sich dies für die Zukunft vorstellen. Das Marktforschungsinstitut Jupiter Research schätzt den Anteil der bezahlten Musikdownloads im Jahr 2009 weltweit auf 8 Prozent bei einem Gesamtvolumen des Musikmarktes von erwarteten 10,2 Milliarden Euro.

Der Musikdownload ist ähnlich wie der Filmdownload stark an das Alter gebunden: Besonders aktiv sind die jungen Online-Shopper. 43,3 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 32,7 Prozent der 30- bis 39-Jährigen haben bereits für Musik aus dem Internet bezahlt. Männliche Online-Shopper zeigen sowohl für Musik als auch für Filme ein durchweg höheres Interesse als die weiblichen Shopper.

| Postbank
Weitere Informationen:
http://www.postbank.de

Weitere Berichte zu: GDM Musikgeschäft Online-Shopper Videothek

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie