Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäischer Markt für Feuerentdeckung und -bekämpfung

27.01.2005


Technologische Fortschritte und neue Gesetzte kurbeln das Wachstum auf dem Markt für industrielle und kommerzielle Feuerentdeckung und -bekämpfung an. Einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan zufolge sollen die Umsatzerlöse des Marktes bis zum Jahre 2010 von 4,3 Milliarden US-Dollar auf schätzungsweise 5,56 Milliarden US-Dollar steigen.



Am meisten dynamisch wird sich dabei der Bereich Feuermeldeanlagen entwickeln, der bis 2010 etwa 38,1 Prozent der Umsatzerlöse des Gesamtmarktes erwirtschaften soll. Die Produkte zur Brandbekämpfung werden nach wie vor mit 39,8 Prozent Marktanteil ihre Position als größtes Marktsegment halten, und mit der Einführung von tragbaren Feuerlöschern wahrscheinlich sogar weitere Anteile für sich verbuchen können.



Konzentration auf das Wesentliche wichtig

Der permanente technologische Fortschritt im letzten Jahrzehnt hat die Endverbraucher motiviert, ihre Systeme häufig zu aktualisieren. "Allerdings sollten sich die Firmen bewusst sein, dass marginale Veränderungen allein nicht ausreichen, potentielle Kunden anzulocken oder bestehende davon zu überzeugen, ihre Systeme zu aktualisieren," warnt Beatrice Zatorska, Industrie Analystin bei Frost & Sullivan (http://www.frost.com).

"Statt dessen müssen sich Unternehmen auf das Wesentliche konzentrieren - falsche Feueralarmmeldungen zu reduzieren, verbraucherfreundliche Systeme und standardisierte Kommunikationssysteme zur Verbesserung der Systemintegration zu schaffen sowie stabile Garantien für die installierten Systeme anzubieten," fügt Zatorska hinzu.

Eine Steigerung der Nachfrage und des Umsatzpotenzials erwartet der Markt indes von einem von der Europäischen Union geförderten Regulierungsfundament, das auf die Verbesserung der Feuermeldungs- und Schutzsysteme in öffentlichen Gebäuden und Arbeitsplätzen abzielt. Da jedoch regionale Variationen bei den Brandschutzregelungen zu Schwankungen bei der Nachfrage für Feuerausstattungen führen könnten, ist nunmehr die Industrie gefragt, einheitliche und standardisierte Brandschutzregelungen in Pan-Europa durchzusetzen.

Wachstum durch reduzierte Preise

Rückläufige Preise bilden eine andere wichtige Herausforderung für die Hersteller. Einerseits ermöglichen diese fortgeschrittenen Technologien, kosteneffektiver zu werden. Da auch kleinere Unternehmen solche Produkte anbieten können, sind die Absatzzahlen in der Feuerausstattungsindustrie gestiegen. Auf diese Weise verstärken reduzierte Preise den Wettbewerb und schaffen gleichzeitig Wachstumsmöglichkeiten für die Hersteller.

Andererseits drücken sinkende Preise auf die Gewinnspanne, was die Firmen zwingt, entweder ihre Produktionskosten zu senken oder neue, innovative Produkte auf den Markt zu bringen, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Alternativ können Hersteller qualitativ hochwertigere Produkten liefern oder sich auf den Absatz von Produkten mit geringer Gewinnmarge in der unteren Preisklasse konzentrieren, um Gewinne zu erwirtschaften.

Großunternehmen dominieren den Markt

Fast die Hälfte des Gesamtmarktes wird derzeit von vier Großunternehmen - Siemens, Tyco, Kidde und Chubb - kontrolliert. Der verbleibende Marktbereich ist stark fragmentiert, wobei in der unteren Preisklasse eine Mischung von wenigen großen, regional fokussierten Firmen und zahlreichen kleineren Unternehmen zu finden ist.

Der zunehmenden Konsolidierung zum Trotz versuchen viele Firmen, konkurrenzfähig zu bleiben, indem sie auf eigene Stärken bauen. "Die finanzielle Umgebung eignet sich besser für das organische Wachstum - Ausnutzung der vorhandenen Mittel statt der Durchführung von riskanten Fusionen und Übernahmen," erklärt Zatorska. "Die Firmen in der Feuermeldungs- und Brandschutzindustrie werden allgemein eher dazu neigen, sich auf ihre Wettbewerbsstärken und die Vorteile, die aus ihrer geographischen Position erwachsen, zu verlassen."

Eine weitere Wettbewerbsstrategie der Hersteller von Feuermelde- und Brandschutzprodukten ist, den Geschäftszyklus, angefangen von der Produktion bis hin zur Wartung und dem Betrieb der von ihnen installierten Systeme zu schließen. Insbesondere werden dabei spätere Service-Leistungen für die Produkte bei den Verkaufsabschlüssen mit einbezogen.

Flexibilität für langfristigen Erfolg entscheidend

"Nur Unternehmen mit der Kapazität, Änderungen in der Unternehmenskultur durchzuführen und Produktion und Kundendienst zu verbinden, werden langfristig erfolgreich sein", prognostiziert Zatorska. "Allerdings gibt es immer Platz für solche Firmen, die ausschließlich nur Ausstattungen herstellen. Diese sind aber gezwungen, ihre Produkte über Handelsvertreter zu verkaufen, und nicht direkt an Endverbraucher.

Die neue Analyse zeigt zudem eine sinkende Nachfrage auf regionaler Ebene in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die zusammen für mehr als die Hälfte der Gesamtmarktumsätze verantwortlich sind. Allerdings wird diese Einbuße höchstwahrscheinlich durch eine zunehmende Nachfrage in den Entwicklungsregionen in Süd-, Mittel- und Osteuropa ausgeglichen werden. Russland wird wahrscheinlich der am schnellsten wachsende Markt sein, während Länder wie Polen und die Tschechische Republik ihren Marktanteil verdoppeln werden.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan allen interessierten Lesern eine kostenfreie Einführung in den Markt für Feuerentdeckung und -bekämpfung in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen können gerichtet werden an Janina Hillgrub, Corporate Communications (Janina.Hillgrub@frost.com).

Janina Hillgrub | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Berichte zu: Endverbraucher Feuerentdeckung Gesamtmarkte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie