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Computer für alle - Deutschland geht online

26.01.2005

Computer und Internet-Zugang werden in absehbarer Zeit wohl ebenso zu den Standards in deutschen Haushalten gehören wie Fernseher und Telefon. Eine repräsentative Untersuchung der Düsseldorfer Agentur Mediaedge:cia zeigt: Schon jetzt nutzen 53 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahre PCs oder Laptops. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als in 2002. Von den unter 30-Jährigen sitzen mittlerweile rund 80 Prozent vor Tastatur und Bildschirm. In der Zielgruppe 50plus sind es laut der Befragung knapp ein Drittel, was im Vergleich zu 2002 eine Steigerung um 64 Prozent ist. Interessant dabei: Nur 24 Prozent arbeiten aus beruflichen Gründen mit dem Computer. Knapp die Hälfte aller Nutzer schaltet ihn aus reinem Privatvergnügen ein. Weiterer Zuwachs ist garantiert: Zehn Prozent der Befragten, die derzeit weder PC noch Laptop besitzen, wollen sich innerhalb dieses Jahres eines von beiden anschaffen.

Wer am Rechner sitzt, surft auch meist im Internet. Laut Umfrage nutzen 86 Prozent der Computeranwender das Web - bei den unter 50-Jährigen sind es 90 Prozent, bei den über 50-Jährigen 75 Prozent. Mehr als ein Drittel der User ist fast täglich online, knapp zwei Drittel gehen mindestens drei Mal die Woche ins Internet. Um ins WorldWideWeb zu kommen setzt gut die Hälfte der User auf ein analoges Modem, 44 Prozent verfügen über eine ISDN-Leitung und knapp ein Viertel hat Zugriff auf eine DSL/Breitband-Verbindung. Dieses Verhältnis wird sich zukünftig stark verändern: Das gute alte Modem gehört zur aussterbenden Spezies, DSL ist dagegen auf der Überholspur. 71 Prozent der Bundesbürger denken im Zusammenhang mit Internet über eine DSL-Verbindung nach, für knapp die Hälfte ist auch ein ISDN-Anschluss überlegenswert.

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PC und Internet haben zweifellos diverse Vorteile. Doch wo viel Licht ist, ist auch Schatten: Tücken mit der Technik sind schon beinahe an der Tagesordnung. So hatten 53 Prozent der Computer-Anwender in letzter Zeit öfter Schwierigkeiten mit ihrem Rechner. Unter den Internet-Heavy-Usern waren es sogar 61 Prozent. Programmabstürze sind dabei das größte Übel. Etwa ein Drittel der Befragten haben es in letzter Zeit häufiger erlebt. Jeder fünfte Anwender musste sich mit Viren und Würmern herumschlagen. Probleme mit dem Internet-Zugang (18 Prozent) sowie Spam-Mails und Dialer (16 Prozent) sind ebenfalls ein großes Ärgernis. Um sich davor zu schützen, haben knapp zwei Drittel der Nutzer einen Viren-Schutz eingerichtet. Je ein Drittel arbeitet mit Spam-Filter oder setzt auf die Kraft der Firewall.

Und wenn trotz allem der Wurm drin ist, sind Freunde und Verwandte für viele erste Anlaufstelle. Mehr als zwei Drittel der Anwender suchen hier Hilfestellung bei Computerproblemen. An den Fachmann wenden sich 19 Prozent der Befragten, 13 Prozent vertrauen auf Tipps aus Fachzeitschriften. Doch auch wenn die vielen PC-Probleme ein häufiges Ärgernis darstellen, ist der Siegeszug des Computer anscheinend nicht mehr aufzuhalten: 69 Prozent der Anwender glauben, dass künftig jeder Haushalt einen Rechner besitzen wird. Drei Viertel sind der Ansicht, in Zukunft würde noch viel mehr über das Internet erledigt. Und 42 Prozent können sich ein Leben ohne Computer überhaupt nicht mehr vorstellen.

Der Sensor ist eine monatliche Repräsentativbefragung zu aktuellen Themen der Markt- und Medienforschung. Sie wird im Auftrag von Mediaedge:cia vom TNS Emnid-Institut, Bielefeld, persönlich bei zirka 1.300 Personen im Alter ab 14 Jahren durchgeführt.

Dr. Elmar Klemm | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.mecglobal.com

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