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Bluthochdruck steigt weltweit dramatisch

14.01.2005


Mehr als 1,5 Mrd. Menschen werden bis zum Jahr 2025 unter hohem Blutdruck leiden. Am meisten betroffen werden mit Zweidrittel der Patienten die ärmsten Länder der Welt sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Tulane University gekommen. Werden nicht entsprechende Behandlungsverfahren und Präventionsstrategien entwickelt, sterben Mio. Menschen an Herzanfällen und Schlaganfällen, schreiben die Forscher in dem Fachmagazin The Lancet. Sie machen Veränderungen in der Ernährung und das Ansteigen der Trägheit für diese Entwicklung verantwortlich. Bis jetzt war Bluthochdruck vor allem in reicheren Ländern ein Problem.



Das Team um Jaing He sammelte die Daten von 30 verschiedenen Studien mit mehr als 700.000 Teilnehmern aus allen Teilen der Welt. Im Jahr 2000 litten 972 Mio. Menschen unter hohem Blutdruck. Ein Drittel der Betroffenen lebte in Entwicklungsländern und zwei Drittel in der westlichen Welt. Basierend auf Trends gehen die Forscher davon aus, dass die Verbreitung des Bluthochdrucks bis 2025 um 60 Prozent auf 1,56 Mrd. Menschen ansteigen wird. Der größte Anstieg, 80 Prozent, wird in der Dritten Welt, stattfinden. Für die westliche Welt wird nur ein Anstieg von 24 Prozent vorhergesagt. Am stärksten betroffen werden China und Indien sowie Regionen Lateinamerikas und der Karibik sein. He erklärte, dass kardiovaskuläre Erkrankungen weltweit derzeit für 30 Prozent der Todesfälle verantwortlich seien. In Zukunft sei eine weltweite Epidemie von Schlaganfällen und Herzanfällen vorstellbar. Die für 2025 errechneten Schätzungen seien wahrscheinlich noch zu optimistisch.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.thelancet.com
http://www2.tulane.edu

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