Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Positiver Trend in der Entwicklung des Unfallgeschehens setzt sich fort

22.12.2004


Erste Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)


"Im Jahr 2004 wird sich der positive Trend in der Entwicklung des Unfallgeschehens im Straßenverkehr in Deutschland weiter fortsetzen." Das sagte Bundesminister Dr. Manfred Stolpe heute in Berlin. Nach ersten Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hätten sich gegenüber 2003 zum Teil sehr deutliche Rückgänge der Unfallzahlen eingestellt. So werde die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten voraussichtlich um etwa 13 Prozent unter dem Vorjahreswert bleiben. "Dies zeigt den Erfolg unserer Anstrengungen zur Steigerung der Verkehrssicherheit. Sie gehört zu den besonders wichtigen Aufgaben der Verkehrspolitik, denn die zunehmende Mobilität wird nur dann akzeptiert, wenn die Verkehrssicherheit steigt und sich das allgemeine Klima auf unseren Straßen spürbar verbessert", so Stolpe.

"Die aktive Verkehrssicherheitsarbeit hat in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren deutliche Erfolge erzielt", sagte Stolpe. Die Gesamtzahl aller polizeilich erfassten Straßenverkehrsunfälle werde den Schätzungen zufolge in Deutschland gegenüber dem Vorjahr (2,26 Mio. Unfälle) im Jahr 2004 auf unter 2,25 Mio. leicht sinken, berichtete der Minister. Bei der Zahl der Unfälle mit Personenschaden werde im Vergleich zu 2003 (354.534 Unfälle) ein Rückgang von annähernd sechs Prozent auf weniger als 335.000 erwartet. Die Zahl der bei diesen Unfällen verunglückten (verletzten und getöteten) Personen werde ebenfalls um rund sechs Prozent abnehmen und im Jahr 2004 bei etwa 440.000 liegen.


Auch die Anzahl der Getöteten im Straßenverkehr werde in Deutschland insgesamt auf unter 5.800 sinken und damit um etwa 13 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert (6.613 im Jahr 2003) liegen. Innerorts (2003: 1.646) sei von einem Rückgang um rund 14 Prozent auszugehen. Auf Autobahnen (2003: 811 Getötete) sei mit einem deutlichen Rückgang von über 20 Prozent auf rund 630 zu rechnen. Damit sinkt der Anteil der auf Autobahnen Getöteten an allen Getöteten auf annähernd elf Prozent.

"Wirkungsvoller Maßnahmen wie zum Beispiel das Verkehrssicherheitsprogramm des Bundes setzen in erster Linie darauf, Gefährdungspotenziale zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zu deren Abbau zu ergreifen", erklärte Stolpe. "Priorität haben für uns die Verbesserung des Verkehrsklimas, der Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer, die Reduzierung der Unfallrisiken junger Fahrer, die Minderung des Gefahrenpotenzials schwerer Nutzfahrzeuge und die Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen", erläuterte der Minister.

Gleichzeitig sei die Kampagne "Rücksicht ist besser" gestartet worden, mit der für mehr Rücksichtnahme und Gelassenheit im Straßenverkehr geworben werden solle. "An der Verbesserung der Verkehrssicherheit arbeiten viele Bürgerinnen und Bürger sowie staatliche und private Institutionen mit. Wenn wir alle zusammen arbeiten, werden wir die Sicherheit im Straßenverkehr - und zwar für alle Verkehrsteilnehmer - deutlich verbessern", so Minister Stolpe.

| BMVBW
Weitere Informationen:
http://www.bmvbw.de
http://www.bmvbw.de/Verkehrssicherheitsprogramm-.651.htm

Weitere Berichte zu: Straßenverkehr Unfallgeschehen Verkehrssicherheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz