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Stammzellen machen Leberschäden reversibel

17.12.2004


Unabhängige Studien testen neuen Behandlungsansatz



Wissenschafter der Hammersmith Hospitals testen, ob erwachsene Stammzellen eine Leberzirrhose rückgängig machen können. Sie werden Stammzellen aus dem Knochenmark des Patienten für die Behandlung einsetzen. New Scientist berichtet, dass japanische Forscher diesen Ansatz für die Behandlung einer Leberfibrose nutzen wollen. Derzeit besteht die einzige Hoffnung für die Betroffenen in einer Lebertransplantation.



Der neue Behandlungsansatz beruht auf der Entnahme von Blut und der Trennung in seine einzelnen Bestandteile. Stammzellen werden von den weißen Blutkörperchen isoliert und in die Leberarterie injiziert. Die roten Blutkörperchen werden dem Körper über den Arm wieder zugeführt. Labortests haben gezeigt, dass dieser Ansatz die Funktion der Leber verbessern kann, in dem sie wieder mit Stammzellen besiedelt wird. Bei chronischen Lebererkrankungen kommt es zu einem Zellverlust und damit zu einer Einschränkung der Organfunktion. Derzeit werden Patienten für die Studie gesucht, um die Sicherheit und Effektivität des Behandlungsansatzes zu testen. Der leitende Wissenschafter Nagy Habib erklärte gegenüber BBC News, dass entsprechende Ergebnisse eine sehr gute Alternative für Leberpatienten ermöglichen würden.

Die japanischen Wissenschafter schädigten die Lebern von Mäusen durch Injektionen mit einer Chemikalie, die eine Fibrose verursacht. Nach vier Wochen wurden Knochenmarkszellen von Spendermäusen entnommen, die mittels eines Quallengens dahingehend verändert wurden, das sie grün leuchteten. Damit wurde der Fortschritt der Zellen für die Forscher nachvollziehbar. Nach einigen Wochen zeigte sich, dass alle Zellen in die Leber gewandert waren. In der achten Studienwoche hatte sich die Menge des geschädigten Gewebes in der Leber deutlich verringert. Die Knochenmarkszellen schienen sich in Leberzellen zu verwandeln und große Mengen eines Enzyms zu bilden, das eine wichtige Rolle bei der Heilung des Gewebes spielt. Mäuse mit Leberschaden, die nicht behandelt wurden, zeigten keine Veränderung ihres Zustandes. Inder Verma und Yoshiyuki Kanazawa vom Salk Institute for Biological Studies erklärten gegenüber NewScientist, dass eine von ihnen bereits durchgeführte Studie kaum Hinweise auf ein geheiltes Lebergewebe ergeben habe.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hhnt.org
http://www.newscientist.com/home.ns
http://www.salk.edu

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