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Zwei Drittel der Autofahrer wollen ihr nächstes Auto finanzieren

09.12.2004


Top-Thema Finanzierung: Zwei Drittel der deutschen Autofahrer planen, ihr nächstes Auto per Kredit zu bezahlen oder zu leasen. Die Barzahlung rückt mehr und mehr in den Hintergrund. Vor allem junge Leute sind aufgeschlossen, wenn es darum geht, einen Neu- oder Gebrauchtwagen mit der Hilfe von Banken zu kaufen. Außerdem ist die Bereitschaft zur Finanzierung in den neuen Bundesländern größer als im Westen. Das sind Ergebnisse des "Kundenkompasses Autobanken", einer aktuellen Studie der Mummert Consulting AG in Zusammenarbeit mit der DaimlerChrysler Bank und dem F.A.Z.-Institut.

Basis der Untersuchung ist eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.000 Teilnehmern. Demnach favorisieren 30 Prozent aller Befragten und mehr als die Hälfte der Autobankkunden einen klassischen Kredit, um sich den Traumwagen leisten zu können. Jeder fünfte Autofahrer plant sogar, einen Kredit ohne Anzahlung aufzunehmen.

Die Bereitschaft, ein Auto zu finanzieren, ist unter jüngeren Käufern erheblich höher als im Durchschnitt. So würden 39 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren beim Autokauf eine klassische Kreditfinanzierung mit Anzahlung wählen. Bei den Befragten zwischen 45 und 59 Jahren ist es nur ein knappes Drittel, während von den über 60-Jährigen neun von zehn Befragten einen Kauf auf Pump grundsätzlich ablehnen.

Auch bei den Autofahrern, die ihr Auto bisher nicht per Kredit finanziert haben, steigt das Interesse am Autokauf per Kredit. Drei von zehn Nichtkunden wollen künftig Leistungen einer Autobank nutzen. Bis 2006 erwarten die Banken einen starken Zuwachs beim Neukundengeschäft.

Allgemein plant laut aktuellen Umfragen die Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland, sich in den kommenden drei Jahren einen Neu- oder Gebrauchtwagen zu kaufen. Damit aus diesen Plänen Wirklichkeit wird, ist in den meisten Fällen eine Finanzierung gefragt. Acht von zehn Autokäufern erwarten, dass die Autohändler sie auch auf Finanzdienstleistungen ansprechen. Die Angebote von Autobanken sind damit endgültig in der deutschen Finanzlandschaft etabliert.

Die Bereitschaft, Geld für ein Auto auszugeben, steigt parallel zur Höhe des Nettoeinkommens im Haushalt. Gut jeder zehnte "Besserverdiener" mit einem monatlichen Einkommen von 3.000 Euro und mehr will einen Neuwagen (12 Prozent) oder ein gebrauchtes Auto (13 Prozent) kaufen. Zum Vergleich: Nur drei Prozent der Geringverdiener mit einem Monatseinkommen von weniger als 1.000 Euro planen, in nächster Zeit einen Gebrauchtwagen zu kaufen. An einen Neuwagen denkt in dieser Gruppe nur ein Prozent der Befragten.

Auch West- und Ostdeutsche sind verschiedener Ansicht, wie sie ihr nächstes Auto bezahlen wollen. In den neuen Bundesländern ist die Tendenz zur Finanzierung größer als bei Autofahrern in den alten Ländern. Hingegen sind Westdeutsche häufiger bereit, neben einer Kreditfinanzierung auch das Leasen in Betracht zu ziehen. Leasing stößt zudem bei der jüngeren und mittleren Autofahrergeneration auf besonderes Interesse. Fast jeder vierte Befragte unter 45 Jahren kann sich vorstellen, seinen nächsten Neuwagen zu leasen. Unter den älteren Kunden ist diese Form der Zahlung weit weniger beliebt.

Für den "Kundenkompass Autobanken" hat die Berliner Meinungsforschungsgesellschaft Forsa im Juni 2004 1.000 deutschsprachige Bürger ab 18 Jahren nach der Bekanntheit und Nutzung von Autobanken befragt. 48 Prozent waren Männer, 52 Prozent Frauen. Die Auswertung, Analyse und Aufbereitung für die DaimlerChrysler Bank erfolgten durch Experten von Mummert Consulting und des F.A.Z.-Instituts.

Jörg Forthmann | Mummert Consulting AG
Weitere Informationen:
http://www.mummert-consulting.de

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