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Deutsche würden für besseres Bildungssystem auf Eigenheimzulage verzichten

01.12.2004


Die große Mehrheit der Bundesbürger ist zum Verzicht auf die Eigenheimzulage bereit, wenn der eingesparte Betrag für die Verbesserung des Bildungssystem eingesetzt würde.

Im neuen "Bildungsbarometer" der ZEIT und des Senders 3sat stimmten 73,7 Prozent der 1.040 Umfrageteilnehmer dieser Forderung zu. Besonders groß ist die Reformwilligkeit demnach bei den höher gebildeten Bürgern, von denen sogar 79 Prozent die Eigenheimzulage für mehr Investitionen in Bildung aufgeben würden. Von den Volks- und Hauptschülern stimmen 62,6 Prozent zu.

Nach der Umfrage geben mehr als die Hälfte aller Deutschen den Politikern die Schuld an der Bildungsmisere. Zwanzig Prozent sagen, die Eltern seien verantwortlich für die schlechte Bildung ihrer Kinder, während die viel gescholtenen Lehrer mit 11 Prozent nur auf Rang drei der Schuldskala landeten.

Grundsätzlich ist "Bildung für alle" den Bürgern wichtiger als die viel diskutierte Elitenförderung, wie die Befragung ergibt. Insgesamt wird das deutsche Bildungs-system nur mit der Schulnote 4 + bewertet.

Das Bildungsbarometer soll vier Mal im Jahr erhoben werden, die nächsten Ergebnisse liegen im Februar 2005 vor. Es wird erstellt vom Zentrum für empirisch-pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau in Kooperation mit der ZEIT und 3sat.

Die Ergebnisse des "Bildungsbarometers" werden auch in der Sendung "Kulturzeit" auf 3sat am 2. Dezember 2004, 19.20 Uhr veröffentlicht.

Elke Bunse | DIE ZEIT
Weitere Informationen:
http://www.zeit.de

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