Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

4 Mrd. Euro Marktvolumen für Beschaffungsdienstleister

10.11.2004


BME-Studie ermittelte erstmals das Potenzial für Deutschland


Das Gesamtmarktvolumen für Beschaffungsdienstleistungen in Deutschland liegt derzeit bei etwa 4,2 Mrd. Euro - und damit deutlich höher als bisher angenommen. Geschätzter erwirtschafteter Nutzen 2003: 2,3 Mrd. Euro. Das hat eine erstmals für Deutschland definierte Studie ergeben. Die Bedeutung von Einkaufsdienstleistern steigt - sie werden immer öfter komplette Leistungsbereiche abdecken und damit Wertschöpfungsreserven heben können, die den heutigen erwirtschafteten Nutzen um das Zehnfache übersteigen.

Das Problem: Das Heer von Beschaffungsdienstleistern wächst schnell. Es gibt kaum Marktübersichten und keine Kriterien für zuverlässige Bewertung bzw. Auswahl. Der BME holt darum Einkäufer und Dienstleister in der fachlichen Sektion "Beschaffungsdienstleister" an einen Tisch.


Erster Schritt des Verbandes: die gemeinsam mit Accenture, h&z Unternehmensberatung, Chemfidence, Portum und Oracle erarbeitete Studie "Beschaffungsdienstleister in Deutschland". Qualifizierte Zuarbeit lieferten auch das ifo Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München und das Pierre Audin Conseil (PAC), München.

Ergebnisse im Einzelnen:

- Geschätztes Gesamtmarktvolumen (2003): 4,2 Mrd. Euro
- Geschätzter erwirtschafteter Nutzen (2003): 2,3 Mrd. Euro
- 73 % der Umsätze entfallen auf Category Management Services (warengruppenspezifische Beschaffungsdienstleistungen)
- 14 % des Umsatzes entfallen auf System-Implementierungsaufgaben
- 7 % des Umsatzes entfallen auf Application Software (Anwendungssoftware und softwarenahe Dienstleistungen wie Wartung)
- Jeweils 3 % des Umsatzes entfallen auf Outsourcing von Beschaffungsprozessen und/oder Systemen sowie auf Managementberatung (beispielsweise strategische Beschaffung oder Reorganisation).

Trends:

- In den meisten Angeboten kalkulieren Dienstleister die Wirtschaftlichkeit ihrer Leistung primär auf Basis sinkender Einstandskosten für Waren/Dienstleistungen. Folgt man diesem Ansatz, ließen sich schätzungsweise 75 % bis 80 % aller Einkaufsgüter als möglicher Gegenstand für die weitere Stiftung von Mehrwert begreifen.
- Gelänge es, die Kosten des adressierten Beschaffungsvolumens nur um 3 % zu senken, könnte bei einer durchschnittlichen Rentabilitätszeit von 1,8 Jahren schon heute eine Wertschöpfungsreserve von 23 Mrd. Euro freigesetzt werden.
- Ausbau bei warengruppenspezifischen Beschaffungsdienstleistungen: Bereiche Logistik, Facility Management, Personalbeschaffung, Business Travel Management, Flottenmanagement, Vertrieb und Marketing, Arbeitsmittel und Ersatzteile; Neue Bereiche: Entsorgung, Verpackung, Druck.

Die nächsten Ziele der BME-Sektion:

"Der BME will mehr Struktur und Übersichtlichkeit in den Markt für Beschaffungsdienstleister bringen, um Wettbewerbsbedingungen und Wachstum zu verbessern - und damit Mitgliedern und Kunden das gemeinsame Wirtschaften zu erleichtern", sagt BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt. Dazu gehöre es beispielsweise, klare Kriterien für die Auswahl von Beschaffungsdienstleistern zu definieren.

Bezug der Studie (25 Seiten, 95 Euro), inklusive Anbieterübersicht: Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. E-Mail: info@bme.de

Sabine Ursel | Bundesverband Materialwirtschaft
Weitere Informationen:
http://www.bme.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie