Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehrheit der Deutschen will Bergbau erhalten: Repräsentative Umfrage eines RUB-Spin Offs

09.11.2004


Die Stimmung schlägt um - Mehrheit der Deutschen will Bergbau erhalten - RUB-Spin Off: repräsentative Umfrage mit unerwarteten Ergebnissen



In Deutschland schlägt die Stimmung zugunsten des Bergbaus um: Zu diesem Ergebnis kommt das Bochumer Institut für Angewandte Kommunikationsforschung (BIFAK), ein Spin Off der Ruhr-Universität Bochum. Bei einer repräsentativen Umfrage im September dieses Jahres unter 2004 Bundesbürgern sprachen sich knapp 82 Prozent gegen eine Reduzierung oder gar Abschaffung des Steinkohlebergbaus aus. "Es ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates, die Energieversorgung zu sichern": Dieser Aussage stimmten 81,1 Prozent der Befragten zu. "Verglichen mit unseren Befragungsergebnissen aus den Jahren 2001 und 2003 sehen wir einen sehr starken Trend pro Bergbau", sagt Peter Kruck, Geschäftsführer von BIFAK. Seit 2001 erhebt das Bochumer Institut die Einstellung der Deutschen zum Bergbau.

... mehr zu:
»BIFAK »Off »RUB-Spin


Ausführlichere Informationen über die Studie stehen im Internet.

Ein ungebrochener Trend

Der Trend sei ungebrochen und finde seinen Höhepunkt in den aktuellen Befragungsergebnissen, so Kruck: "Die Zustimmung zum Bergbau ist heute unerwartet hoch, damit war nicht zu rechnen." Noch im Jahr 2001 sprachen sich 48,7 Prozent der Befragten dafür aus, den deutschen Bergbau weiter zu reduzieren, 23,7 Prozent wollten den Bergbau ganz abzuschaffen. 2003 lagen die Zustimmungswerte bei 25,2 bzw. 20.9 Prozent, in der jüngsten Umfrage nur noch bei 12,4 respektive 5,2 Prozent. Der Hauptgrund dafür ist jedoch nicht die Angst vor einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen. Die Mehrheit der Befragten vertritt die Meinung, der Staat müsse eigene Energiereserven für Krisenzeiten haben und die Energieversorgung langfristig sichern können.

Bundesweite Stimmung

"Die Zukunftsoptionen des Bergbaus verdrängen in erheblichem Maße die eher negativ besetzten Inhalte vergangener Jahre", resümiert Kruck. Die Stimmung pro Bergbau ist übrigens nicht auf das Ruhrgebiet beschränkt: Je 501 Personen aus dem Ruhrgebiet, aus dem restlichen NRW, den anderen "westlichen" Bundesländern sowie aus den neuen Bundesländern haben die Forscher befragt. Das flächendeckende Ergebnis: 65,5 Prozent der Befragten würden den Bergbau "so lange so belassen, wie er ist, bis erneuerbare Energiequellen die Basisversorgung übernehmen", 16 Prozent wollen den Bergbau "auf unbestimmte Zeit so belassen, wie er zurzeit ist".

Parteiübergreifende Zustimmung

Diese Zustimmung erstreckt sich auch quer über alle Parteien: Den Bergbau unverändert beibehalten möchten von den Anhängern der SPD 84,8 Prozent, von den Grünen 82,2 Prozent, von der Union 80,8. Nur die Anhänger der FDP weichen geringfügig von diesem Stimmungsbild ab, mit 74,1 Prozent ist die Zustimmung aber auch in diesem Lager sehr hoch. Die aktuelle Befragung zeigt, dass die Abschaffung des Bergbaus derzeit für keine politische Partei mehrheitsfähig ist.

Weitere Informationen

Peter Kruck, BIFAK (Bochumer Institut für Angewandte Kommunikationsforschung), Max-Greve-Str. 40, 44791 Bochum, Tel. 0234/3253774, E-Mail: info@bifak.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.bifak.de

Weitere Berichte zu: BIFAK Off RUB-Spin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie