Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

US-Amerikaner seit 30 Jahren gleich groß

04.11.2004


Studie: In 40 Jahren um elf Kilogramm zugelegt



Nach den jüngsten Ergebnissen des US National Center for Health Statistics sind die US-Amerikaner in den vergangenen 40 Jahren um elf Kilogramm schwerer geworden. Gemessen wurden jedoch nicht nur das Gewicht, sondern auch der Body-Mass-Index und die Größe. Nach Angaben der US-National Health and Nutrition Society NHCS haben die Amerikaner auch bei der Größe ordentlich zugelegt. Diesen Daten widersprechen allerdings manche Fachleute wie etwa der Wirtschaftshistoriker John Komlos, der meint, dass die Amerikaner seit 30 Jahren nicht gewachsen sind, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.

... mehr zu:
»Lebensstandard »US-Amerikaner


"Heute haben die West- und Nordeuropäer die Amerikaner größenmäßig um sieben Zentimeter überholt. Und damit ist noch nicht Schluss", so Komlos, der als Wissenschaftler an der Universität München tätig ist. "Amerikaner sind in der Tat zwischen 1960 und 1970 um etwa zwei Zentimeter gewachsen", so Komlos. Seit damals habe sich beim Größenwachstum aber nichts getan. Im Vergleich dazu waren die Europäer im 19. Jahrhundert um drei bis neun Zentimeter kleiner als die Amerikaner. Der Forscher glaubt, dass das NHCS die Zahlen beschönigt um die Amerikaner nicht als die dicksten der Welt darzustellen.

Komlos studiert seit Jahren die Körperindex-Zahlen der Europäer und Amerikaner. Historische Dokumente wie etwa militärische Rekrutierungsakte wurden von ihm genau untersucht. Damit lassen sich Gewicht und Größe der Bevölkerung auf die vergangenen 200 Jahre zurückrechnen. Hinzu kommen noch Aufzeichnungen über Ernährungsgewohnheiten, Umweltverschmutzung und Zugang zu medizinischer Versorgung. Daraus ergebe sich ein "biologischer Lebensstandard". Körpergrößen nehmen in Zeiten, in denen Prosperität herrscht, zu, während in schlechteren Zeiten Menschen eher kleiner bleiben. Nach Angaben von Komlos habe sich aber der "biologische Lebensstandard" in den USA seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht verbessert. Die Gründe dafür liegen in größeren sozialen Ungleichheiten und Verschlechterungen in der medizinischen Vorsorge.

Die NHCS kontert mit dem Argument, dass es wieder eine Vielzahl von Immigranten gegeben habe, die diese Durchschnittszahlen verändern. Generell gibt die NHCS-Studienautorin Cynthia Ogden Komlos aber recht.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cdc.gov/nchs/nhanes.htm
http://www.vwl.uni-muenchen.de/ls_komlos
http://www.nature.com

Weitere Berichte zu: Lebensstandard US-Amerikaner

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Chaos bei der Zellteilung – wie Chromosomenfehler in Krebszellen entstehen

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

23.08.2017 | Förderungen Preise

Winzige Spurenverunreinigungen, enorme Auswirkungen

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie