Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF-Studie schafft wissenschaftliche Basis für Prävention gegen den Plötzlichen Säuglingstod

11.10.2004


Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn bezeichnete die Untersuchung am Montag in Berlin als wesentlichen Beitrag zur Prävention. „Mit den vorliegenden Erkenntnissen können die Risiken für den Plötzlichen Säuglingstod deutlich gesenkt werden.“ Das BMBF förderte die Forschung mit vier Millionen Euro. Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu fast 400 Todesfällen durch den Plötzlichen Säuglingstod, der sich durch keine Vorzeichen ankündigt.



Nach den Erkenntnissen der Forscher kann dem tödlichen Phänomen mit richtigen Schlafbedingungen wie etwa die Rückenlage, ein Schlafsack und die Vermeidung von Überwärmung des Säuglings vorgebeugt werden. Wichtig ist ebenfalls der Verzicht der Mutter auf das Rauchen während und nach der Schwangerschaft sowie das Stillen des Kindes in den ersten Lebensmonaten.

... mehr zu:
»Prävention »Säuglingstod


An der interdisziplinären Untersuchung beteiligten sich 17 Universitäten und zwei regionale Institute. Sie analysierten bis zum Oktober 2001 fast 500 plötzliche und unerwartete Todesfälle von Säuglingen im ersten Lebensjahr und verglichen sie mit den Daten von über 1.100 gesunden Kontrollkindern. Die Informationen wurden in der Studienzentrale an der Universität Münster zusammengeführt und ausgewertet. Dort stehen sie für zukünftige Untersuchungen zu dem bislang medizinisch nicht aufgeklärten Phänomen zur Verfügung. „Mit dieser umfassenden Erhebung ist eine international herausragende Ressource zur Erforschung des Plötzlichen Säuglingstodes geschaffen worden“, sagte Bulmahn.

Nach den Daten der Studie waren die bedeutendsten Risikofaktoren für den Plötzlichen Säuglingstod: Schlafen in Bauchlage (6-faches Risiko), Schlafen im Bett der Eltern, wenn die Mutter Raucherin ist (6-faches Risiko), Rauchen während der Schwangerschaft (3-faches Risiko) und das Nicht-Stillen des Säuglings (2,7-faches Risiko). Als schwierig zu beeinflussende Faktoren identifizierten die Forscher die Frühgeburtlichkeit (10-faches Risiko), das jugendliche Alter (unter 20 Jahre) und ein sehr niedriger sozio-ökonomischer Status der Mutter (3-faches Risiko). Weiterhin zeigte sich, dass viele der in den letzten Jahren diskutierten Einzelursachen nur eine untergeordnete Rolle bei den analysierten Fällen spielen. Dazu zählten beispielsweise Herzrhythmusstörungen (long QT Syndrom) und bakterielle Infektionen (Heliobacter pylori) des Säuglings.

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail: sids@uni-muenster.de

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.kindstod.org/index.html
http://www.dgkj.de/253.html

Weitere Berichte zu: Prävention Säuglingstod

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen