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Curry hilft bei Diabetes

29.09.2004


Britische Forscher weisen Wirksamkeit traditioneller Heilmittel nach

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Wissenschaftliche Tests einer Reihe von traditionellen Heilmitteln haben ergeben, dass sie wirkliche Vorteile bringen. Experten des King’s College London gehen davon aus, dass Behandlungsmethoden aus der ganzen Welt Eigenschaften haben, die bei der Behandlung von Erkrankungen wie Diabetes und Krebs helfen können. Zu den genannten Heilmitteln zählt unter anderem das indische Curryblatt, das bei der Behandlung von Diabetes wirksam sein soll. Komplementärmediziner wie Edzard Ernst von der Peninsula Medical School erklärten laut BBC, dass vollständige klinische Versuche erforderlich sind, um die Wirksamkeit zu bestätigen.

Die Wissenschafter untersuchten indische Verfahren zur Behandlung von Diabetes, ghanesische Wundheilungsmittel und Mittel, die im Fernen Osten zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Beim Curryblatt (Murraya koenigii) zeigte sich, dass es die Funktion des Verdauungsenzyms pankreatische Alpha-Amylase einzuschränken scheint, das bei der Umwandlung von Stärke in Glukose eine Rolle spielt. Diabetiker produzieren nicht ausreichend Insulin, um mit raschen Anstiegen der Blutzuckerwerte umgehen zu können. Die Verlangsamung des Abbaus der Stärke durch die Blockierung der Alpha-Amylase kann eine gleichmäßigere Abgabe von Glukose in den Blutkreislauf ermöglichen. Derzeit wird erforscht, welcher Bestandteil des Curryblattes für diese Wirkung verantwortlich ist.


Gemeinsam mit Wissenschaftern der Kwame Nkrumah University of Science and Technology wurden Pflanzen untersucht, die von den Ashanti eingesetzt wurden. Sie interviewten traditionelle Heiler um Pflanzen zu identifizieren, die bei der Wundheilung benutzt wurden und testeten anschließend ihre Wirksamkeit. Die Climbing Dayflower (Commelina diffusa) verfügte über antibakterielle und antimykotische Eigenschaften. In einer dritten Studie untersuchte das Team thailändische und chinesische Pflanzen, die traditionell zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden. In Labortests wurde analysiert, wie wirksam sie bei der Hemmung des Wachstums von Krebszellen waren. Viel versprechende Aktivitäten konnten bei Lungenkrebszellen in Tests von Ammannia baccifera, einem Wasserunkraut, und Illicium verum, dem Sternanis, nachgewiesen werden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.kcl.ac.uk
http://www.knust.edu.gh

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