Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zahl der Patentanmeldungen steigt weiter

27.09.2004


Die Konjunkturbelebung in Europa hat auch zu einer steigenden Zahl von Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt (EPA) geführt. Im ersten Halbjahr 2004 seien 86 300 Anmeldungen eingegangen, sagte der neue Patentamts-Präsident Alain Pompidou am Freitag in München. Dies waren sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr hält das Patentamt sogar einen zweistelligen Prozentwert für möglich. «Das ist ein Indiz dafür, dass die europäische Industrie aus der Talsohle langsam herauskommt», sagte EPA-Hauptdirektor Wolfram Förster.



Pompidou steht seit Juli an der Spitze des Patentamts. Er kündigte ein Effizienzprogramm an, mit dem vor allem die Zeit für die Prüfung verkürzt und Kosten eingespart werden sollen. «Der Übergang von Know How auf den Markt muss so schnell wie möglich geschehen», betonte er. Ziel sei es, die angemeldeten Patente innerhalb von 36 Monaten zu prüfen und zu erteilen. Derzeit dauert es deutlich länger: Rund die Hälfte aller Patente lassen mehr als 48 Monate auf sich warten.



Der neue Präsident forderte eine rasche Ratifizierung des Londoner Übereinkommens durch die Mitgliedstaaten. Dadurch könnten rund die Hälfte der Übersetzungskosten eingespart werden, betonte er. Bislang müssen Patente in allen Ländern, in denen sie eingereicht werden, in die jeweilige Landessprache übersetzt werden. In dem Londoner Übereinkommen von 2000 wird nun festgelegt, dass Patente, welche in Deutsch, Englisch oder Französisch verfasst sind, nicht mehr übersetzt werden müssen. Nach Hochrechnungen des Patentamts können die Einsparungen in Europa bis zu 500 Millionen Euro liegen.

Pompidou hatte Ingo Kober als Präsident abgelöst. Seiner Ernennung war ein langes politisches Gerangel zwischen den Mitgliedstaaten des Europäischen Patentamtes vorangegangen. Im Herbst vergangenen Jahres entschied sich der Verwaltungsrat schließlich für eine Doppel-Lösung: Zunächst steht der Franzose der Behörde vor, 2007 übernimmt die Britin Alison Brimelow die Leitung. Das Europäische Patentamt gehört mit rund 6000 Beschäftigten zu den größten europäischen Institutionen. Die Behörde hat ihren Sitz in München und wurde 1977 gegründet. Seit seiner Gründung erteilte das Amt rund 650 000 Patente.

| pro-physik
Weitere Informationen:
http://www.european-patent-office.org

Weitere Berichte zu: Mitgliedstaat Patent Patentanmeldung Übereinkommen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften