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Kulturelle Unterschiede bei der Offshore-Sicherheit

27.09.2004


Indien und China haben niedrigere Standards



Das Marktforschungsunternehmen Gartner warnt Unternehmen beim Outsourcing in Länder wie Indien und China die kulturellen Unterschiede bei der Sicherheit nicht zu übersehen. Denn in Indien sind die Standards oft lockerer: Zum Beispiel wird das Lesen von fremden E-Mails nicht als Eingriff in die Privatsphäre gesehen. Experten warnen davor, dass die entspannte Haltung gegenüber privater Daten ein ernsthaftes Problem werden könnte, berichtet ComputerWeekly.

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Aufgrund der großen Nachfrage der westlichen Unternehmen sind einige Outsourcing-Service-Anbieter in Indien und China derartig schnell angewachsen, dass sie tausende neue Angestellte pro Monat engagieren. "Rund die Hälfte der Unternehmen wissen, dass sie beim Offshoring die Verantwortung über die Sicherheit haben. Wenn nun 5.000 Menschen zur gleichen Zeit eingestellt werden, muss abgeklärt sein, dass alle den gleichen Standards folgen", sagte Lawrence Lerner, Architekt der Advances Solution Group bei Cognizant Technology Solutions.

Unternehmen, die ihre Funktionen ins Ausland verlegen, wird geraten die Angestellten an die weltweiten Sicherheitsstandards des Unternehmens zu gewöhnen und sich vor dem Risiko der Überwachung von vertraulichen Informationen durch die Regierung zu schützen. "Unternehmen sollen ihren Auftraggebern raten alle Prozesse zu dokumentieren. Ebenfalls soll der Background bei neuen Angestellten genau überprüft werden", sagte Lerner.

"Wir verstehen, dass Indien immer noch ein sehr mystischer Platz für viele Menschen ist, aber wir müssen sichergehen, dass wir die gleiche Art an Sicherheit anbieten können wie die internationalen Unternehmen", sagte RK Raghavan, Sicherheitsberater von Tata Consultancy Services, einem der größten indischen IT-Unternehmen. Erst kürzlich erweiterte Tata bei neuen Bewerbern die Überprüfungen. Es verlangt nun als Sicherheitsmaßnahme zwei Referenzen jedes Bewerbers. Da die indische Bevölkerung Fingerabdrücke als beleidigend betrachtet, beschloss Tata die indischen Angestellten nach einem Reisepass zu fragen. Denn in Indien werden Reisepässe nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von Rechtsbeamten ausgestellt.

Cavita Bolek, | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.gartner.com
http://www.computerweekly.com

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