Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Angriffe auf E-Commerce-Firmen nehmen zu

22.09.2004


Sicherheitsreport berichtet über rund 4.500 neue Windowsviren



Im Sicherheitsreport für das erste Halbjahr 2004 stellt Symantec fest, dass vermehrt Angriffe auf E-Commerce-Unternehmen stattgefunden haben und den Unternehmen immer weniger Zeit zum Patchen von Sicherheitslücken bleibt. In der Trendanalyse werden alle Internetangriffe, Schwachstellen und bösartigen Codes aufgezeigt.



16 Prozent aller Angriffe wurden auf die E-Commerce-Branche verübt, das entspricht einer Zunahme von 400 Prozent gegenüber dem vorigen Halbjahr. Das tägliche Angriffsvolumen nahm zwar in letzter Zeit ab, dennoch nahm die Anzahl an Angriffen in den vergangenen Monaten um 600 Prozent zu. 15 Prozent aller Angriffe gingen auf das Konto von Slammer. Von Gaobot und seinen Varianten gingen die zweithäufigsten Angriffe aus. Im Gegensatz zum vorherigen Halbjahr mit 58 Prozent der Angriffe gingen von den USA in diesem ersten Halbjahr nur mehr 37 Prozent der Angriffe aus, dafür nahm die Angriffsaktivität in anderen Ländern zu.

Rund 82 Prozent der dokumentierten Schwachstellen in Webanwendungen wurden als leicht auszunutzend klassifiziert. Zwischen dem ersten Januar und dem 30. Juni diesen Jahres verzeichnete Symantec 1.237 Schwachstellen, das entspricht 48 Schwachstellen pro Woche. 70 Prozent der Schwachstellen wurden als leicht auszunutzend eingestuft und 96 Prozent der Schwachstellen stellten mäßige oder gravierende Bedrohungen dar. Die erhobenen Daten zeigen, dass das Zeitfenster zwischen Schwachstellenbekanntgabe und Exploitveröffentlichung nur noch 5,8 Tage beträgt.

Die Schwachstellenproblematik wird vor allem durch die Zunahme an Bots (kurz für robots) verschärft. Bots sind Programme, die heimlich auf Zielsystemen installiert werden und Hackern die Fernkontrolle des Computers erlauben. Die durchschnittliche Anzahl an fernüberwachten Systemen stieg von 2.000 auf mehr als 30.000 pro Tag. Außerdem registrierte Symantec 4.496 neue Windows-Viren und -Würmer, viereinhalbmal so viel wie im Vergleichszeitraum 2003. Internet-Relay-Chat (IRC), Peer-to-peer-Anwendungen (P2P) und Network-File-Sharing bleiben beliebte Verbreitungswege für Würmer und bösartige Codes.

Im ersten Halbjahr 2004 wurde Cabier, der erste Wurm für Handys entwickelt und weitere Versuche mit schädlichen Codes für Handys werden nach Angaben von Symantec erwartet. Symantec rechnet damit, dass gezielte Attacken auf Firewalls, Router und andere Sicherheitseinrichtungen zukünftig zunehmen werden und exploit-basierte Würmer bei Schwachstellen in Linux- und BSD-Betriebssystemen auftauchen werden.

Cavita Bolek | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.symantec.com

Weitere Berichte zu: Code E-Commerce-Firma Handy Schwachstelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie