Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr tödliche Autounfälle nach Terrorattacken

21.09.2004


Anschläge sorgen für Zunahme des Stresslevels



Tödliche Verkehrsunfälle nehmen nach Terroranschlägen um 35 Prozent zu. Zu diesem Schluss kommen amerikanische und israelische Wissenschaftler in einer Studie inwieweit sich Attentate auf die Gesamtbevölkerung auswirken, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

... mehr zu:
»Terroranschlag »Terrorattacke


"Bisher gibt es keine Studien, die die Auswirkungen von Terror auf die breitere Bevölkerungsschicht untersucht hat", so Joshua Goldstein, Demograph von der Princeton University in New Jersey, der gemeinsam mit Guy Stecklov von der Hebrew University in Jerusalem die Verkehrsunfallstatistik in Israel im Zeitraum Jänner 2001 bis Juni 2002 untersucht hat. Während dieser Zeit gab es in Israel 63 Terrorattacken mit je mindestens einem Todesopfer. Knapp drei Tage nach den Terroranschlägen stiegen die tödlichen Verkehrsunfälle jedes Mal deutlich an. Das allgemeine Verkehrsaufkommen außerhalb der Stoßzeiten fiel allerdings um etwa zehn Prozent. Die Forscher gehen davon aus, dass auch einige Selbstmorde hinter den Unfalltoten stehen könnten, mutmaßen aber, dass die Fahrer unter extremem Stress leiden.

Vorhergehende Studien haben bereits gezeigt, dass es bei Einzelpersonen nach Terrorattacken häufiger zu post-traumatische Störungen gekommen ist. Goldstein ist der Ansicht, dass die Gründe für diese verspäteten Folgen darin liegen, dass die wirklichen Belastungen erst später ans Tageslicht kommen. "Menschen tendieren dazu, die Auswirkungen von Terroranschlägen unmittelbar danach zu unterdrücken", meint Arie Kruglanski, Psychologe an der University of Maryland. Nach einer Weile treten die unterdrückten Gefühle aber dann ans Tageslicht. Der Forscher gibt auch zu bedenken, dass Menschen, die offensichtlich ihre Gefühle unter emotionaler Kontrolle haben, dennoch unter Stress stehen und sich dieser auf Tätigkeiten im Alltag auswirkt.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.newscientist.com

Weitere Berichte zu: Terroranschlag Terrorattacke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten