Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Körperuhr verhindert Reisen ins All

20.09.2004


24-Stunden-Rhythmus stört bei Erforschung des Weltraums



Britische Forscher sind der Annahme, dass die menschliche Körperuhr für die weitere Erforschung des Weltraums extrem hinderlich ist. Untersuchungen haben ergeben, dass schon alleine die um 39 Minuten längeren Tage am Mars ein Problem darstellen können, berichtet BBC-Online. Die Wissenschaftler haben auch das Schlafverhalten im All und das menschliche Verhalten auf Unregelmäßigkeiten untersucht.

... mehr zu:
»Allmission »Astronaut


Russell Fosters Wissenschaftsteam vom Imperial College in London hat in Zusammenarbeit mit dem US National Space Biomedical Research Institute (NSBRI) herausfinden wollen, wie die Astronauten entfernt der Erde überleben können. Für die Forscher ist der 24-Stunden-Rhythmus des Menschen kritisch. Das All ist das schlimmste "Schicht-Arbeitsprogramm" - zu diesem Schluss kommen die Forscher. Die vordringlichste Aufgabe liege darin, dass die Forscher genügend Schlaf kriegen. In bisherigen Allmissionen hatten die Astronauten zum Teil bis zu zwei Stunden weniger Schlaf als auf der Erde. Vorhergehende Untersuchungen haben ergeben, dass insbesondere bei Nachtschicht-Arbeitern längerfristig zahlreiche gesundheitliche Problem auftreten. Auch das Unfallrisiko steigt extrem an. So fanden die Forscher heraus, dass sogar drei Tage nach der letzten Nachtschicht das Risiko immer noch um 50 Prozent höher ist, als bei normal Arbeitenden.

"Während sich die Wissenschaft den zahllosen technischen Problemen bei Allmissionen durchaus bewusst ist, ist der Faktor menschliche Gesundheit schlecht erforscht", so Foster. Für die menschliche Uhr beträgt der Tag exakt 24 Stunden und elf Minuten. Korrigiert wird dies zusätzlich durch das Licht. Das verminderte Licht im All lässt eine Anpassung an ein anderes System nicht zu. Dadurch wird der Schlafrhythmus völlig gestört. Der Experte fürchtet, dass in einem halbwachen Zustand die Gefahr einer Katastrophe im All extrem steigt.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nsbri.org

Weitere Berichte zu: Allmission Astronaut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie