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Der Europamarkt für mobile Anwendungen

09.09.2004


Im Markt für mobile Anwendungen liegt die Hoffnung auf den Geschäftskunden



Europa gehört im Bereich der Mobilkommunikation zur Weltspitze, sein Markt für mobile Anwendungen bleibt jedoch bisher hinter den Erwartungen zurück. Bei den potenziellen Anwendern gibt es noch zu viel Skepsis im Blick auf Investitionsrentabilität und Betriebskosten, die Betreiber sorgen sich um das Auslastungsniveau und die Umsätze, die sich mit mobilen Anwendungen erwirtschaften lassen. Inzwischen bieten sich aber, wie eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan feststellt, im Geschäftskundensegment entscheidende Möglichkeiten, Umsatz mit mobilen Anwendungen zu erwirtschaften.



So soll etwa der Datenverkehr von Geschäftskunden kontinuierlich zunehmen. Zwar ist sein Volumen im Vergleich zur Sprach- und zur privaten Datenkommunikation noch begrenzt, er dürfte aber dennoch schon nennenswerte Netzkapazitäten beanspruchen. Und auch wenn dieser Sektor wegen der bisherigen Tarifstruktur noch nicht direkt zur Steigerung des durchschnittlichen Umsatzes pro Anwender beiträgt, so soll der verstärkte mobile Datenverkehr doch zu einer stärkeren Nutzung der Sprachdienste durch Geschäftskunden führen. Wenn allerdings der europäische Gesamtmarkt für mobile Anwendungen expandiert, muss auch die Tarifstruktur angepasst werden, damit die Betreiber vom zunehmenden Geschäftsdatenverkehr profitieren können.
Die Entscheidung leicht machen


Gegenwärtig bieten nämlich die meisten Betreiber Flatrates an. "In diesem Stadium der Marktentwicklung vereinfachen solche transparenten Preisstrukturen die Beurteilung der Investitionsrentabilität und machen den Unternehmen dadurch die Entscheidung für mobile Anwendungen leichter", erklärt Andrew Tanner-Smith, Senior Industry Analyst bei Frost & Sullivan. "Aber wenn die Nachfrage steigt, werden diese Flatrate-Preissysteme angepasst werden müssen, damit die Betreiber den Wert des verstärkten Geschäftsdatenverkehrs für sich realisieren können."

Welle der Konsolidierung zu erwarten

Der Weg zum Markt führt in diesem frühen Stadium der Beziehungen zwischen Softwareanbietern und Mobilfunkbetreibern üblicherweise über Systemintegratoren. Sehr wenige Implementierungen mobiler Anwendungen werden direkt von den Mobilfunkbetreibern angeboten. Die großen Softwareanbieter ihrerseits haben sowohl unabhängige Wege zum Markt eingeschlagen als auch Partnerschaften mit Systemintegratoren geschlossen. Reine Softwareanbieter mussten zwangsläufig Partnerschaften eingehen, um den Markt zu erreichen. Für die nächste Zeit ist mit einer Konsolidierungsphase zu rechnen, da große Anbieter von Unternehmenssoftware reine Mobilfunksoftware-Anbieter übernehmen werden, um Zugang zu deren technischem Know-how zu bekommen. Marktführer bei Software für mobile Anwendungen in Europa ist gegenwärtig Siebel Systems, Inc. Die Führungsrolle des Unternehmens soll sich jedoch relativieren, wenn andere Anwendungen auf den Markt kommen.

Spitze wird von Vodafone eingenommen

Eine starke Performance verzeichnen lokal orientierte Mobilfunkbetreiber und solche, die sich neue geographische Märkte erschließen konnten. Den Spitzenplatz mit einem prognostizierten Marktanteil von 19 Prozent der Teilnehmer am Geschäftsdatenverkehr im Jahr 2004 soll die Vodafone-Gruppe einnehmen, gefolgt von T-Mobile mit 16 Prozent und Orange mit 14 Prozent. Betreiber, die eine robuste lokale Präsenz im Geschäftskundensegment mit einer starken Präsenz in wichtigen Vertikalmärkten verbinden können, sollen in der Lage sein, ihre Marktposition zu konsolidieren.

In 2003 höchste Penetration mobiler Anwendungen

Im Vergleich der Vertikalbranchen wurde im Jahr 2003 die höchste Penetration mobiler Anwendungen bei den Versorgern, in der Fertigung sowie im Bereich Transport und Kommunikation verzeichnet. "Die Gründe für die überraschend gute Aufnahme durch diese Vertikalmärkte liegen sowohl in der Konzentration der Systemintegratoren und Anbieter auf diese Märkte als auch in deren eigenem Bedarf", erläutert Tanner-Smith. "Mit fortschreitendem Marktwachstum dürften sich die Schwerpunkte verlagern, da wachsendes Potenzial und Skaleneffekte es Systemintegratoren und anderen Anbietern erlauben, neue Vertikalmärkte zu erschließen."

Konkurrenz durch WLAN

Alternative Technologien wie WLAN stellen eine ernsthafte Konkurrenz für den Einsatz von Software für mobile Anwendungen dar. In der Tat ist das Geschäftskundensegment durch die große Verbreitung von Notebooks und die Nachfrage nach einem flexiblen Zugang zu Netzdiensten zu einem Schlüsselmarkt für WLAN geworden.

Beide Technologien sollen sich jedoch dank ihrer spezifischen Vorteile nebeneinander behaupten können. Die Software für mobile Anwendungen wird davon profitieren, dass heute aufgrund der größeren Robustheit der Netze ständig Verbindungen verfügbar sind. Der bei zunehmender Nutzung zu erwartende Rückgang der Kosten für den Datenverkehr ist ein weiterer Vorteil. Gleichzeitig hat die größere Vielseitigkeit der Handsets dazu beigetragen, dass für die Arbeit mit Netzdiensten nicht mehr immer ein Laptop erforderlich ist. Flexible Smartphones und moderne mobile Handsets sollen den PDAs Konkurrenz machen. Laptops sollen aber durch ihre Verbreitung und ihre Rechenleistung dauerhaft relevant für mobile Anwendungen bleiben.

Skandinavien wird von mitteleuropäischen Ländern langfristig überholt

Ein Blick auf die Regionen sieht in dieser frühen Phase der Marktentwicklung die skandinavischen Länder an der Spitze, sie sollen aber mit zunehmender Marktsättigung wieder Marktanteile verlieren. Gleichzeitig dürfte eine starke Nachfrage von den großen Geschäftskundenmärkten in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien für Wachstum in diesen Ländern sorgen.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan eine erste kostenfreie Einführung in die Analyse zum Europamarkt für mobile Anwendungen in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen mit Angabe von Adresse, Telefon- und Fax-Nummer können gerichtet werden an Katja Feick (katja.feick@frost.com).

Titel der Analyse:
Frost & Sullivan’s Analysis Of Opportunities In The Emerging Mobile Applications Market (Report B437), Preis der Analyse: Euro 4.760,--

Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends, Kennzahlen und Unternehmensstrategien.

Frost & Sullivan wurde 1961 in New York gegründet und ist heute als internationale Unternehmensberatung auf den Geschäftsfeldern Marktforschung und Marketingberatung aktiv.

Mit rund 750 Mitarbeitern liefert Frost & Sullivan seinen Kunden in allen Hochtechnologiebranchen wichtige Daten für strategische Entscheidungen. Seminare, Konferenzen und Managementtrainings ergänzen das Angebot.

Frost & Sullivan verfügt über europäische Büros in London, Paris und Frankfurt sowie über eigene Forschungszentren in Kalifornien, London und Singapur.

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

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