Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Beratungsfirmen wachsen vor allem über Empfehlungen

08.09.2004


Gute Arbeit und dadurch bedingte Empfehlungen der Kunden sind das beste Marketing-Instrument für Beratungsgesellschaften. Dies ist eine Schlüsselerkenntnis der aktuellen Studie "Unternehmensberatung - Reputation, Netzwerke, Honorare und Unternehmenserfolg" der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Mit der Vollerhebung von 1.400 Beratungsunternehmen ist die Studie eine der größten Untersuchungen im deutschen Beratungsmarkt und gibt erstmalig einen systematischen Einblick in die Strukturen der Kundennetzwerke von Beratern, teilt die Universität mit. Die Studie zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie über die "big names" hinaus besonders auch kleinere Firmen erfasst, auf die das Gros des Beratungsmarktes entfällt. Die Studie kann per E?Mail an beraterstudie@univentures.de oder unter www.univentures.de/studien angefordert werden (140 Euro).

Im Rahmen der Untersuchung hat eine detaillierte Analyse von 1000 individuellen Kundenbeziehungen zutage gefördert, dass fast die Hälfte aller Beraterkunden über persönliche Empfehlungen gewonnen werden. Diese Neukunden vermitteln wiederum durch Empfehlungen ihrerseits weitere neue Kunden. So erweisen sich etwa 80 Prozent der Geschäftspartner auch als Geschäftsfreunde, indem sie sich an anderer Stelle als Fürsprecher "ihres" Beraters hervortun. "Bestehende Kunden sichern nicht nur laufendes Geschäft, sondern tragen entscheidend zum new business development bei", heißt es in der Studie, die auch der Frage nachgeht, wie die Beratungsfirmen diese Beziehungsspirale verbessern und gezielt für sich einsetzen können. "Networking zahlt sich für Berater in barer Münze aus", sagt der Studienautor Dr. Johannes Glückler von der Universität Frankfurt am Main.

Empfehlungen sind besonders wichtig, um neue Kunden außerhalb des lokalen Marktes über größere Entfernungen hinweg zu gewinnen, ist eine weitere Erkenntnis der Frankfurter Berater-Studie. So werden Kunden außerhalb der eigenen Region erheblich häufiger über persönliche Netzwerke erschlossen, während im Umfeld des Firmensitzes der Anteil der Direktakquisitionen deutlich höher ist. Weiteres Ergebnis: Die enge Bindung zwischen Kunde und Berater ist gleich doppelt wichtig. Sie hilft dem Berater nicht nur, häufiger mit wiederkehrenden Aufgaben betraut zu werden, also "repeat business" zu generieren, sondern trägt auch über die Multiplikatorwirkung des Empfehlungs-Marketings zu Gewinnung von Neukunden über bestehende Kunden bei.

Die Studie "Unternehmensberatung - Reputation, Netzwerke, Honorare und Unternehmenserfolg" gibt als eine der größten Untersuchungen im deutschen Beratungsmarkt erstmalig einen systematischen Einblick in die Strukturen der Kundennetze von Beratern und nennt die Erfolgsfaktoren. Sie kann gegen 140 Euro unter beraterstudie@univentures.de bezogen werden. Der Herausgeber Univentures GmbH in Frankfurt am Main arbeitet an der Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft. Sie unterstützt Unternehmen, Verbände und öffentliche Einrichtungen mit Auftragsforschung sowie Beratung und Projektmanagement auf wissenschaftlich fundiertem Niveau im Bereich Geschäftsprozesse und Vertriebsstrategien.

Weitere Informationen:



Univentures GmbH


Taunusanlage 21, 60325 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 25626867
E-Mail: info@univentures.de

Tobias Keim | Universtität Frankfurt am Main
Weitere Informationen:
http://www.univentures.de

Weitere Berichte zu: Beratungsfirma Beratungsmarkt Honorar Unternehmenserfolg

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten