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Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie im August 2004

27.08.2004

Nach den durchweg negativen Werten des Vormonats sprechen die Indikatoren, die die Stimmung der deutschen Verbraucher ausdrücken, im August eine uneinheitliche Sprache. Die gute Nachricht ist, dass sich der Abwärtstrend der Einzelindikatoren nicht ebenso eindeutig wie noch im Vormonat fortgesetzt hat, die schlechte, dass eine klare Aufwärtsbewegung weiterhin nicht in Sicht ist.

Während die Konjunkturerwartung geringfügig und die Anschaffungsneigung etwas deutlicher an Wert zulegten, ging es mit der Erwartung an die persönliche Einkommensentwicklung leicht bergab. Da die schwachen Zuwächse der Indikatoren Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung im August die Verluste des Vormonats nicht ausgleichen konnten, prognostiziert die GfK für den Monat September - nach revidiert 3,0 Punkten im August - einen Konsumklimawert von 2,0 Punkten.

Generell zeigt sich dabei, dass die Verbraucher in den so genannten alten Bundesländern deutlich positiver eingestellt sind als die in den neuen Bundesländern. Insbesondere hat sich den neuen Bundesländern der Indikator Anschaffungsneigung - nach der bereits negativen Entwicklung im Juli - im Monat August noch einmal deutlich verschlechtert. Dagegen gewann die Anschaffungsneigung der Bewohner der alten Bundesländer im August deutlich an Schwung. Alles spricht dafür, dass die Republik sich derzeit in zwei Stimmungslager teilt.

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass in diesem Jahr wohl keine Impulse seitens des privaten Konsums für den Konjunkturaufschwung zu erwarten sind. Einerseits bedarf es einer grundlegenden Wende der Entwicklung des Arbeitsmarkts. Andererseits hängt vieles davon ab, ob und wie dynamisch sich der konjunkturelle Aufschwung in den großen Volkswirtschaften weltweit entwickelt.

Dr. Ulrike Schöneberg | GfK Gruppe
Weitere Informationen:
http://www.gfk.de

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