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Autisten unterscheiden die menschliche Stimme nicht von anderen Geräuschen

26.08.2004

Für Autisten ist die menschliche Stimme ein Geräusch wie jedes andere, oder zumindest fast. Laut einer französisch-kanadischen Studie werden bei Autisten die Gehirnareale, die zur Wahrnehmung der menschlichen Stimme eingeschaltet werden, nicht wie bei normalen Personen aktiviert. Dieser Unterschied erklärt teilweise die Schwierigkeiten, die ein Autist bei der Aufnahme normaler sozialer Beziehungen hat.

Dem Team um Monica Zilbovicius (Inserm/CEA) ist es Dank einer MRT Methode gelungen, die Gehirnaktivitäten von fünf Autisten und acht freiwilligen gesunden Personen zu registrieren, während diese Geräusche (Tierstimmen, Musik, verschiedene Geräusche) oder menschliche Stimmen (Lieder, Schreie, Wörter, Weinen… ) hörten. Bei Autisten wird das Gehirnareal, das für Wahrnehmung der menschlichen Stimme verantwortlich ist, nicht aktiviert. Glockenläuten oder Kinderlachen aktivieren ohne Unterschied die selbe Region. Diese Arbeiten wurden in der August Ausgabe der Fachzeitung „ Nature Neuroscience“ veröffentlicht.

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Autisten werden durch diese unterentwickelte Fähigkeit, die Stimme ihrer Artgenossen zu erkennen, um so mehr behindert, als dass die menschliche Stimme, abgesehen von der Bedeutung der Wörter, viele Informationen über die sprechende Person enthält. Frühere Arbeiten haben ähnliche Defekte bei der Wahrnehmung von Gesichtern gezeigt.

Kontakt: Monica Zilbovicius, CEA, @ zilbo@shfj.cea.fr

Antoinette Serban | INSERM
Weitere Informationen:
http://www.inserm.fr
http://www.wissenschaft-frankreich.de/allemand

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