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Mehr Umsatz bei Industriewaagen durch höhere Präzision

12.08.2004


Auf Erholung stehen die Zeichen für die Anbieter von Industriewaagen in Europa. Nach einem Umsatzrückgang von 1,11 Milliarden US-Dollar im Jahr 2000 auf 1,06 Milliarden US-Dollar im Jahr 2003 soll der Markt von 2004 an wieder an Dynamik gewinnen. Laut einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.frost.com) könnte der Gesamtumsatz im Jahr 2010 ein Niveau von 1,27 Milliarden US-Dollar erreichen. Der Schwerpunkt während dieses Zeitraumes dürfte auf dem Angebot verbesserter Wägetechnik zu immer wettbewerbsfähigeren Preisen liegen.


Ursachen für den Umsatzrückgang der letzten Jahre waren die allgemeine Konjunkturschwäche, die Verlagerung von Fertigungskapazitäten nach China und in andere kostengünstige Regionen sowie der allgemeine Preisdruck. Nun sollen trotz zunehmender Marktsättigung und anhaltenden Wettbewerbsdrucks bisher unerschlossene Anwendersektoren und sich neu entwickelnde Chancen in Osteuropa zusätzliches Umsatzpotenzial schaffen. Gleichzeitig soll die Notwendigkeit von Produktivitätssteigerungen in einer Reihe von industriellen Schlüsselsektoren der Nachfrage nach modernerer Wägetechnik zugute kommen.

Hochwertige Systeme stärker gefragt


Im Rahmen von Rationalisierungsmaßnahmen setzen Anwenderunternehmen auch auf die Anschaffung schnellerer und genauerer Wägesysteme. Hier liegen Chancen für solche Waagenhersteller, die hochwertige Lösungen liefern können: „Anwender in der pharmazeutischen und der Lebensmittel- und Getränkeindustrie verlangen genauere und schnellere Waagen, zuverlässige, benutzerfreundliche Software und weitere Produktverbesserungen“, heißt es in der neuen Analyse von Frost & Sullivan. „Verbesserte Produkte wirken als Triebkräfte für den Markt, ob sie nun alte Anlagen ersetzen oder neu an die Anwender verkauft werden. Investitionen in modernere Technologien beeinflussen das Umsatzwachstum positiv, da modernere Technik in der Regel teurer ist.“

Größter Anwendungssektor: Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Mit geschätzten 373,0 Millionen US-Dollar im Jahr 2003 trug das Anwendersegment der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mehr als ein Drittel zum Umsatz des Gesamtmarktes für Industriewaagen bei. Die Notwendigkeit größerer Kontrolle und höherer Genauigkeit beim Wägen, strengere Vorschriften und der Trend zur Verpackung frischer Lebensmittel werden für ein überdurchschnittliches Wachstum in diesem Sektor sorgen, wodurch sich sein Umsatzanteil auf 36,0 Prozent im Jahr 2010 erhöhen soll.

Da aber der Umsatz in verschiedenen anderen gut etablierten Anwendersektoren stagniert, sind die Hersteller von Industriewaagen gezwungen, neue Märkte zu erschließen. Hierbei sollen die Sektoren Abfallwirtschaft, Recycling und Umweltschutz zu den am schnellsten wachsenden gehören.

Einfache Waagen bringen den Löwenanteil des Umsatzes

Größtes Produktsegment waren im Jahr 2003 die einfachen Waagen. Ihr Anteil am Gesamtumsatz des Marktes betrug 38,4 Prozent. Ein breiter Einsatz in vielfältigen Anwendungssektoren sowie eine hohe Nachfrage aus den Bereichen Industrie, Lebensmittel- und Getränkeherstellung und Chemie soll die Dominanz dieser Produktgruppe langfristig sichern.

Deutschland auch in Zukunft mit Abstand größter Markt

Das zukünftige Wachstum der großen westeuropäischen Ländermärkte Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien soll sich auf die Nachfrage nach genauerer Wägetechnik stützen. Dabei soll der deutsche Markt, der gegenwärtig mehr als doppelt so groß ist wie der an zweiter Stelle stehende französische, größter Ländermarkt bleiben.

Hohe Wachstumsraten in Osteuropa

Das stärkste Wachstum soll jedoch in Osteuropa, vor allem in Polen, Tschechien und Ungarn verzeichnet werden. Aufgrund von geringerer Marktsättigung, Nachfrage nach moderneren Technologien und Verlagerung von Produktionsstätten in Richtung Osten sollen die Wachstumsraten weit über dem gesamteuropäischen Durchschnitt liegen.

Angesichts von über dreihundert Marktteilnehmern dürfte der Wettbewerbsdruck hoch bleiben. Als entscheidende Differenzierungsfaktoren sieht die Analyse deshalb Preis, technisches Know-how, Service und Reputation an. Insbesondere wettbewerbsfähige Preise und ein überdurchschnittliches Engagement beim Kundendienst sollen Wettbewerbsvorteile bringen.

„Da sich das Geschäft immer mehr darauf konzentriert, engere Kundenbeziehungen zu knüpfen, wird der Service zu einem entscheidenden Instrument der Differenzierung werden“, heißt es abschließend in der Analyse. „Darüber hinaus können die Hersteller mit wettbewerbsfähigen Preisen die steigende Nachfrage der Kunden nach immer modernerer und trotzdem kostengünstiger Technologie befriedigen.“ n

Titel der Analyse: Frost & Sullivan’s Analysis Of The European Industrial Weighing Machinery Market(Report B288). Preis der Analyse: Euro 4.960,--

Stefan Gerhardt | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

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