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Höhere Effizienz und Produktivität im Gesundheitswesen durch drahtlose Anwendungen

12.08.2004


Mit dem Einzug moderner Informations- und Kommunikationstechnik in Kliniken und Arztpraxen erschließt sich auch für drahtlose Anwendungen ein erhebliches Potenzial. In Westeuropa wurden im Jahr 2003 bereits 98,2 Millionen US-Dollar mit entsprechenden Produkten umgesetzt. Nach einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan soll der Gesamtumsatz der Branche bis zum Jahr 2008 ein Niveau von 445,8 Millionen US-Dollar erreichen.



Der Markt entwickelt sich rasch und reagiert dabei auf die technologischen Veränderungen im Klinikbetrieb. So integrieren die Krankenhäuser im Zuge der vollständigen Digitalisierung des Bildmanagements und der Patientendaten allmählich auch drahtlose Anwendungen und Geräte in ihre Infrastruktur.



Nach Siddharth Saha, Branchenanalyst bei Frost & Sullivan, bieten drahtlose Anwendungen eine ganze Reihe von Vorteilen, die ihre Einführung für medizinische Einrichtungen interessant machen: Sie ermöglichen auch dort einen Zugang zum IT-System, wo ein fester Anschluss nicht praktikabel ist, schaffen dadurch die Voraussetzungen für integrierte Patientenakten, mit deren Hilfe medizinische Entscheidungen besser vorbereitet werden können, und tragen ganz allgemein zur Verschlankung von Prozessen, zur Steigerung der Produktivität und zur Verbesserung der Zufriedenheit der internen Nutzer bei.

Das größte Problem bei der Einführung drahtloser Technologien im Gesundheitswesen sind die großen Unterschiede im technischen Stand der Informations- und Kommunikationstechnik, wie sie im europäischen Gesundheitswesen eingesetzt wird. Wenn Investitionen in drahtlose Technologien schnell Nutzen bringen sollen, dann ist die breite Einführung von modernen KIS-(Krankenhausinformationssystem-)Modulen notwendig.

Staatliche Initiativen fördern Modernisierung im Gesundheitswesen

Insofern dürften groß angelegte Initiativen wie staatlich geförderte Pläne zur Modernisierung der Informationstechnik im Gesundheitswesen oder Richtlinien zur Einführung von IT-Systemen das Wachstum der Medizin-IT-Branche in Europa positiv beeinflussen. In diesen Rahmen gehören auch elektronische Patientenakten und Patienten-Chipkarten, wie sie jüngst von der EU-Kommission vorgeschrieben worden sind.

„Der Schwerpunkt liegt nun auf der Verbesserung des Behandlungsprotokolls und der Erzeugung von Rationalisierungseffekten in klinischen Abläufen, was nur möglich ist, wenn alle klinischen Informationssysteme miteinander verknüpft werden“, unterstreicht Saha.

Integration in vorhandene KIS-Module gefragt

Verbesserte klinische Informationssysteme kommen der Einführung drahtloser Anwendungen zugute. Dabei dürfte sich die Nachfrage auf solche Anwendungen richten, die zur Integration mit vorhandenen KIS-Modulen in der Lage sind. Verschiedene europäische Anbieter drahtloser Anwendungen für das Gesundheitswesen bieten bereits Anschlussoptionen für ihre KIS-Produkte an.

Erfolgreich sein dürften die Marktteilnehmer, die über bewährte integrierte Medizin-IT-Lösungen und strategischen Partnerschaften mit Anbietern drahtloser Anwendungen verfügen. Alle am europäischen Gesundheitswesen Beteiligten sind nicht nur an den eigentlichen Informationssystemen, sondern auch an mobilen Geräten interessiert. So wird die Einführung mobiler medizinischer Geräte (mobile medical devices - MMDs) etwa auch durch das MEMO-Projekt gefördert.

Mithilfe von MMDs kann von jedem beliebigen Ort aus auf medizinische Datenbanken und einzelne elektronische Patientenakten zugegriffen werden. Dadurch lassen sich nicht nur wichtige Behandlungsdaten zentral zusammenfassen, sondern auch der Arbeitsablauf vereinfachen und die Kommunikation zwischen Klinikern, Patienten und Kostenträgern verschlanken.

Europäische Anbieter in guter Position

Technologische Innovationen werden zwar in der Regel zuerst in den USA erprobt und getestet, bevor sie für die europäischen Märkte angepasst werden, die europäischen Technologieanbieter befinden sich aber dennoch in einer starken Position, um ihren Marktanteil zu konsolidieren. Globale Anbieter, vor allem aus den USA und Kanada, dürften mit einheimischen Unternehmen zusammenarbeiten, wenn sie ihre Marktanteile in Europa ausbauen wollen.

Wichtig für eine erfolgreiche Teilnahme am sich entwickelnden Europamarkt für drahtlose Anwendungen im Gesundheitswesen sind zunächst die Ermittlung der Kundenanforderungen, -präferenzen und -erwartungen, die Beobachtung der weltweiten technologischen Entwicklung und die Innovation mit dem Ziel zusätzlicher Funktionen, die Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zum westeuropäischen Markt für drahtlose Anwendungen im Gesundheitswesen per E-Mail. Anfragen können gerichtet werden an Katja Feick (katja.feick@frost.com).

Titel der Analyse:
Strategic Analysis of the European Markets for Wireless Applications in Healthcare
(Report B382), Preis der Analyse: Euro 3.930,--

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com
http://healthcare.frost.com

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