Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sparen ade - Banken und Versicherungen erhöhen die Vertriebsausgaben

10.08.2004


Deutsche Dienstleister werden in den nächsten zwei Jahren massiv in ihre Vertriebsstrukturen investieren.


Besonders aktiv sind die Versicherer: Fast ein Fünftel ihrer Investitionsbudgets stecken die Assekuranzen bis 2006 in den Vertrieb, mehr als 10 Prozent fließen in das Kundenmanagement (CRM, Customer Relationship Management). Statt wie bisher nur auf Kosteneffizienz zu achten, werden die deutschen Dienstleister wieder offensiver: Mehr als 60 Prozent der Unternehmen wollen sich künftig stärker mit den Bedürfnissen ihrer Klientel beschäftigen, um die Umsätze zu steigern. Das ist das Ergebnis der Studie „Managementkompass Vertriebssteuerung“ von Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut.

Bei den Kreditinstituten wird bis 2006 jeder zehnte Euro der Investitionen in das Kundenmanagement fließen. Moderne CRM-Lösungen sollen helfen, der Klientel maßgeschneiderte Dienstleistungen zu bieten und so die Kundenbindung zu erhöhen. Das Filialnetz gewinnt ebenfalls wieder an Bedeutung: Mehr als 40 Prozent der Entscheider im Bankensektor wollen im nächsten Jahr stark in den klassischen Vertriebskanal investieren.


Auch andere Branchen sind nicht geizig, wenn es um die Verkaufsförderung geht: Telekommunikationsunternehmen wollen mit bis zu 20 Prozent ihrer Investitionsbudgets das Kundenmanagement verbessern. Dass die Betriebe das Thema Wachstum neu entdeckt haben, ist auch auf dem Arbeitsmarkt zu spüren: Bereits 2003 verdoppelte sich die Zahl der Stellenangebote für Führungskräfte in Marketing und Vertrieb.

Eine Trendwende ist absehbar: Statt zu sparen, werden deutsche Unternehmen zunehmend investitionsfreudiger. Das Geld fließt vor allem in IT-Lösungen, um Kundendaten effektiver für den Vertrieb zu nutzen und Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen. Auf der Liste der wichtigsten IT-Projekte 2004 rangiert CRM auf Platz zwei, noch vor IT-Sicherheit oder Dokumentenmanagement. Damit der Vertrieb wieder in Schwung kommt, arbeiten Banken und Versicherungen außerdem an der Verkaufskompetenz ihrer Mitarbeiter. Die eigene Kundschaft soll individueller und kompetenter betreut werden – dies ist für rund 70 Prozent der Führungskräfte das vorrangige Ziel im Vertrieb.

Dass Unternehmen wieder investieren, beweisen auch die jüngsten Konjunkturprognosen: Bis zum Ende des Jahres rechnen Analysten mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent, in 2005 sogar mit einem Plus von 2 Prozent. Ein positives Signal vor allem für die IT-Branche: Unternehmen, die im letzten Jahr wenig Geld für Software ausgaben, führten dies zu 64 Prozent auf die lahmende Konjunktur zurück.

Joerg Forthmann | Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.mummert-consulting.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics