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UK-Studie: Ärzte lassen Patienten dumm sterben

04.08.2004


Millionen Briten verstehen nicht einmal grundlegende Informationen



Zu einem erschütternden Ergebnis kommt der britische National Consumer Council NCC: Millionen Briten verstehen nicht einmal einfachste ärztliche Ratschläge. Ein Test an 2.000 Konsumenten brachte dieses Ergebnis, berichtet BBC-Online. Der NCC fordert sofortige Maßnahmen, eine davon wäre eine klare und einfach verständliche Sprache auf den Medikamentenbeipackzetteln.

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Jeder fünfte Befragte, damit sind das sieben Mio. Briten, hatte Probleme, die Gesundheitsinformationen auch auf Flugblättern zu verstehen. Die 2.000 Testpersonen kamen aus allen sozialen Schichten. Auch in der höchsten sozialen Schicht waren 12 Prozent ahnungslos, gaben jedoch an, bei Unklarheiten eher den Arzt zu fragen. Der NCC gab auch an, dass viele Menschen aus Furcht und Angst auf Hilfe verzichteten und gar nicht auf die Idee kamen, einen Mediziner um Rat zu fragen. Kritik wurde allerdings auch an den Ärzten geübt, die Barrieren aufbauen und damit eventuelle Fragen von Patienten bereits im Keim ersticken.

Das Untersuchungsergebnis mache klar, dass unbedingt gehandelt werden müsse, meinte Ed Mayo, NCC-CEO. Zu den dringlichsten Anforderungen zähle etwa ein verbessertes Verhältnis zwischen Medizinern und Patienten. Patienten hätten vielfach bemängelt, dass Ärzte keine Zeit für ihre Anliegen haben. Zusätzlich sollten auch zunehmend mehrsprachige Ärzte beschäftigt werden, um auf Sorgen und Nöte von Einwanderern eingehen zu können. Eine Verbesserung der Situation sei im Sinne der Erhaltung der Volksgesundheit jedenfalls extrem wichtig. "Eine echte Auswahl von verschiedenen Therapien kann nur passieren, wenn der Patient auch darüber informiert ist und seine Leiden versteht", so Simon Fradd, Vorsitzender der Gruppe "Development Patient Partnership". Gefordert wird auch eine bessere Gesundheitserziehung in Schulen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ncc.org.uk

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