Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schwerpunktprogramm "Fluidzerstäubung und Sprühvorgänge" legt Abschlussbericht vor

27.07.2004


Tropfenweise zum Erfolg



Der Lack auf das Auto, das Benzin in den Motor oder Medikamente in die Lunge -Substanzen kommen in vielen Anwendungen am besten tropfenweise an. Wegen der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten ist das Thema Zerstäubung wirtschaftlich von großer Bedeutung. Bisher waren die Vorgänge, die beispielsweise bei der Sprühtrocknung von Lebensmitteln passieren, jedoch nur aus der Beobachtung erschlossen und nicht theoretisch verstanden. Mit der Kopplung von Experiment, Theorie und Numerik hat das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 8,3 Millionen Euro geförderte Schwerpunktprogramm "Fluidzerstäubung und Sprühvorgänge" Licht in die Vorgänge der Tropfenbildung gebracht. Die Wissenschaftler legten nach sechs Jahren Förderung nun ihren Abschlussbericht vor.



Das Schwerpunktprogramm befasste sich vor allem mit den Düsen, durch die das Material zerstäubt wird, aber auch mit dem so genannten Strahl- und Tropfenzerfall. Aus der guten Übereinstimmung der numerischen Vorhersagen mit den Experimenten, die viele der 32 Projekte erreichten, sind jetzt Vorhersagen über das Verhalten eines Strahls in einer bestimmten Düse möglich. Diese Erkenntnisse sind beispielsweise für den Bau von Gasturbinenbrennkammern wichtig.

Um die Tropfen beim Zerfallen beobachten zu können, schaffte das Schwerpunktprogramm als gemeinsame Investition eine damals 520 000 DM teure Hochleistungskamera an. Damit entstanden Bilder, die nicht nur durch den wissenschaftlichen Nutzen, sondern auch durch ihre Ästhetik beeindrucken. Die Kamera, die in einer Frequenz von mehr als hundert Megahertz Aufnahmen machen kann, wurde mehr als 50 Mal für spezielle Untersuchungen an Gruppen von Wissenschaftlern ausgeliehen und trug so zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Schwerpunktprogramms bei.

"Die enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Projekten im Schwerpunktprogramm sowie die zahlreichen gemeinsamen Konferenzen, Workshops und internationalen Symposien haben das Forschungsgebiet auf einzigartige Weise geprägt", sagt der Koordinator Professor Cameron Tropea von der Technischen Universität Darmstadt. Auch nach dem Ende der Förderung durch die DFG arbeiten die Gruppen weiter zusammen und entwickeln neue Projekte.

Die fachlichen Ergebnisse sind veröffentlicht in P. Walzel, C. Tropea (Hrsg.), Atomization and Spray Processes, Band 7 der Schriftenreihe Mechanische Verfahrenstechnik, Shaker Verlag, Aachen, 2004 (ISBN 3-8322-2570-6), sowie in den Proceedings der 16th Annual Conference on Liquid Atomization and Spray Systems (ILASS-Europe), 11.-13. Sept., 2000.

Nähere Informationen zu dem Programm erteilen der Koordinator des Programms, Professor Dr.-Ing. Cameron Tropea, Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik, Petersenstraße 30, 64287 Darmstadt, Tel. 06151/16 4168, E-Mail: ctropea@sla.tu-darmstadt.de, oder Dr. Bernd Giernoth, Fachreferent für Chemie- und Verfahrenstechnik bei der DFG, Tel. 0228/885-2284, E-Mail: Bernd.Giernoth@dfg.de.

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.ilass-eu.ic.ac.uk/downloads.htm
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/publikationen/verzeichnis/download/abschlussbericht_spp1061.pdf

Weitere Berichte zu: Koordinator Schwerpunktprogramm Sprühvorgang

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Innovationsindikator 2017: Deutschland auf Platz vier von 35, bei der Digitalisierung nur Rang 17
24.07.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Personalisierte Medizin – Ein Schlüsselbegriff mit neuer Zukunftsperspektive
14.07.2017 | Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie