Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technologien im Bereich erneuerbare Energien - Entwicklungen in Europa

27.07.2004


Alternative Energien für mehr Unabhängigkeit bei der Stromversorgung

... mehr zu:
»Energieträger »Insight »Technical

Erneuerbare Energieträger können potenziell gegen fossile Brennstoffe konkurrieren oder sie künftig sogar ganz ersetzen. Daher haben viele europäische Länder mittlerweile Projekte zur Nutzung und Entwicklung unterschiedlicher erneuerbarer Energien ins Leben gerufen. Der Prozess wird vorangetrieben durch die massiven Bestrebungen der Europäischen Union in diese Richtung. Laut Richtlinie soll der Anteil erneuerbarer Energieträger am Energieverbrauch der EU bis 2010 mindestens 22 Prozent betragen. Eine neue Analyse von Technical Insights, einem Unternehmensbereich der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, untersucht die wichtigsten Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energien in Europa.

"Statt erneuerbare Energien als Bedrohung für ihren Umsatz zu betrachten, erweitern die Ölgesellschaften derzeit ihre Basis um Technologien zur Nutzung von Solar-, Wind- und Wasserstoff-Energie - derzeit die drei wichtigsten erneuerbaren Energieträger in Europa", so Vijay Shankar Murthy, Analyst bei Technical Insights. "Gleichzeitig sind derzeit Forschungsbemühungen in vollem Gang, bei denen es um die Erschließung bisher noch relativ wenig erforschter Sektoren wie Geothermie, Biomasse und Wellenkraftwerke geht. Diese kollektiven Anstrengungen sollen die Abhängigkeit Europas von den Ölimporten aus dem Nahen Osten und Nordafrika verringern."


Europaweite Erprobung von erneuerbaren Energien im öffentlichen Personenverkehr

Eine der EU-Initiativen für die großflächige Anwendung erneuerbarer Energien ist das CUTE-Projekt. CUTE steht für Clean Urban Transport for Europe, einen europaweit angelegten Großversuch: Neun europäische Metropolen in sieben Ländern testen zwei Jahre lang die Alltagstauglichkeit von wasserstoffbetriebenen Omnibussen unter verschiedenen topografischen und verkehrstechnischen Rahmenbedingungen. Durch Minderung der Treibhausemissionen trägt das Projekt zur Erreichung des wichtigsten Kyoto-Ziels bei und dürfte insgesamt den Trend zu einer "Wasserstoff-Ökonomie" vorantreiben. "Ähnliche Bemühungen werden nicht nur zu einer besseren Sicherung der EU-Energieversorgung verhelfen, sondern den Kyoto-Staaten auch ihre Aufgabe erleichtern", kommentiert Shankar Murthy.

Windenergie gewinnt an Bedeutung

So laufen denn auch in unterschiedlichen Sektoren diverse Projekte, die den alternativen Energien weiteren Auftrieb verleihen dürften. Als bedeutende Entwicklung im Markt für Windenergie-Technologien wertet Technical Insights die neuste Turbine von Vestas Wind Systems, eine Drei-Megawatt-Anlage mit dem Namen "V90".

Meere sind unerschöpfliche Energiequellen

Der noch ganz junge Bereich für Wellenkraftwerke profitiert derzeit von den erfolgreichen Tests des Gezeitenkraftwerks "TiDel" der Firma SMD Hydrovision. Das System mit seiner einfachen Mechanik könnte schon bald die erneuerbare Energieversorgung ergänzen und der Windkraft in Bezug auf Kosteneffizienz ernsthaft Konkurrenz machen. "Das Meer ist eine unerschöpfliche Energiequelle, und TiDel - das allgemein als bahnbrechende Erfindung gilt - wird den Wettbewerb unter den Teilnehmern im Markt für Alternativenergien noch weiter anheizen", meint Shankar Murthy.

Hot-Dry-Rock-Verfahren setzt Maßstäbe bei Geothermie

Ein weiterer vergleichsweise wenig erforschter Bereich ist die Geothermie, die jedoch in jüngster Zeit ebenfalls mehr Aufmerksamkeit erfährt. Denn auch Erdwärme lässt sich - unabhängig von Wetter und Jahreszeit - zur umweltschonenden Produktion von Strom und Wärme nutzen. Eine der innovativsten Technologien in diesem Sektor ist das Hot-Dry-Rock-Verfahren, bei dem aus heißem, trockenem Gestein Strom und Wärme produziert wird. Ein Pilotkraftwerk steht in Soultz im Elsass.

Höherer Wirkungsgrad bei Solarzellen dank Nanotechnologie

Die Effizienz der Solarenergie hat sich in den letzten Jahren drastisch erhöht, seit bei der Herstellung photovoltaischer Zellen Nanomaterialien zum Einsatz kommen. In der Tat bilden Nanomaterialien den Schlüssel zur Forschung am niederländischen Energy Research Centre. Hier geht es um die Entwicklung von Solarzellen, die einen energetischen Wirkungsgrad von bis zu 21 Prozent erreichen sollen.

"Die Zahl der laufenden Projekte, teilweise unterstützt durch EU-Gelder, lässt vermuten, dass erneuerbare Energien in Zukunft eine weitaus dominantere Rolle spielen werden als bisher", so Shankar Murthy abschließend.

Die Analyse mit dem Titel Renewable Energy Technologies: Developments in Europe ist Teil des Subskriptionsservices zur Energiebranche. Sie untersucht die wichtigsten Technologien im Bereich erneuerbare Energieträger - Sonne, Wind, Wellen, Erdwärme, Biomasse und Wasserstoff, einschließlich der Brennstoffzellen-Technologien, die in Europa stark im Kommen sind.n

Titel der Analyse: Renewable Energy Technologies: Developments in Europe, (Report D296),
Preis der Analyse: Euro 3.610,--

Frost & Sullivan ist ein weltweit führender Anbieter internationaler strategischer Marktforschung und Unternehmensberatung mit Hauptsitz in Kalifornien.

Im Unternehmensbereich Technical Insights werden ständig aktuelle Research-Reports zu neuen und traditionellen Technologien veröffentlicht.

Stefan Gerhardt | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com
http://technicalinsights.frost.com

Weitere Berichte zu: Energieträger Insight Technical

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen