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Indigene Völker schützen Wälder effektiver

23.07.2004


Beispiele zeigen große Fortschritte im Umweltschutz



Das Potenzial indigener Völker gegen die Zerstörung und zum Schutz der Wälder bezeichnet die Internationale Non-Profit-Organisation Forest Trends in einer jüngst veröffentlichten Studie als besonders hoch. Beispiele aus drei verschiedenen Staaten, Brasilien, Indien und Thailand, haben gezeigt, dass lokale Verwaltungseinheiten mindestens genauso effektiv schützen wie staatliche Regierungen.

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Nach der Studie fordern Experten mehr Kompetenzen und finanzielle Unterstützung im Bemühen zum Schutz der lokalen Wälder für lokale Dörfer. Dass der Schutz der Wälder von den Gemeinden ernst genommen wird, hat nach Ansicht der Fachleute auch damit zu tun, dass Flora und Fauna in zahlreichen Kulturen als Heiligtümer angesehen werden. Zusätzlich dazu liefern Wälder einen Großteil von lokalen Heilpflanzen, die zur Versorgung der Dörfer notwendig sind. Hingegen existierten staatlich unter Schutz gestellte Areale wie Nationalparks häufig nur auf dem Papier. Vielfach fehlt das Personal zum Schutz der Naturgebiete und es kommt immer wieder zu illegalen Schlägerungen und Wildereien.

Anhand der Studie konnten die Forscher 80 indigene Gebiete von Indianern am Amazonas miteinander vergleichen. Anhand von Satellitenbeobachtungen konnten in den untersuchten Arealen keine groben Zerstörungen festgestellt werden. Nach der Studie waren insbesondere jene Gebiete optimal genutzt, in denen die lokale Bevölkerung auch finanzielle Vorteile aus der Bebauung ihrer Ländereien ziehen konnte. Dazu zählten eben botanische Produkte oder die Vermarktung von Holz, die im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung exportiert werden können.

Der Report der Organisation kommt genau zeitgerecht, da 59 Staaten über eine Erneuerung des so genannten International Tropical Timber Agreement nachdenken. Darin sollten mehr Rechte für die indigenen Völker einbezogen werden, fordern die Umweltforscher. Bisher wären diese von den wichtigsten Vertragswerken ausgeklammert worden.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.forest-trends.org

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