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UV-Strahlung im Freien stärker als bisher angenommen

22.07.2004


Vertikale Flächen bei der Messung derzeit nicht berücksichtigt


Menschen sind im Freien einer größeren Mengen ultravioletter Strahlung (UV) ausgesetzt als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Geo Risk Research gekommen. Die derzeitige Maßeinheit für die UV-Belastung, der Sonnenaktivitätsindex, basiert auf der Menge von Sonnenlicht, die auf eine flache Oberfläche trifft. Die Münchner Wissenschaftler argumentieren, dass diese Maßeinheit die Mengen von Sonnenlicht unterschätzt, die auf abgeschrägte Oberflächen auftrifft. Sie beschreiben ihr neues Messverfahren in NewScientist.

Das Team um Peter Hoeppe setzte neue Arten von Überwachungssystemen ein, die die UV-Belastung genauer feststellen sollen. Ihre Systeme maßen die UV-Strahlung, die auf 27 Oberflächen mit verschiedenen Neigungen an drei verschiedenen Orten in Deutschland auftraf. Die Wissenschaftler analysierten die Ergebnisse, die auf Messungen in einem Zeitraum von drei Jahren beruhten, die alle zwei Minuten durch die Systeme durchgeführt wurden. Sie schufen in der Folge ein dreidimensionales Modell des menschlichen Körpers, dessen Oberfläche sie in rund 20.000 Dreiecke aufteilten. Anschließend färbten sie die Dreiecke entsprechend den gesammelten Daten ein. Dieses Vorgehen ermöglichte, die UV-Belastung in jeder Körperhaltung und räumlichen Orientierung sichtbar zu machen.


Es zeigte sich laut BBC, dass die UV-Belastung von Teilen der Haut viel höher war als derzeit angenommen. Das galt besonders für eine bei niedrigerem Sonnenstand stehende Person. Laut Hoeppe unterschätzen die Dermatologen vielfach das Ausmaß der UV-Belastung. "Der menschliche Körper verfügt in stehender Position nur über wenige horizontale Oberflächen wie die obere Seite des Kopfes oder die Schultern. Alle anderen Oberflächen sind vertikal orientiert." Laut Hoeppe sind vor allem Skiläufer besonders gefährdet, da die Pisten bis zu 60 Prozent der UV-Strahlung reflektieren könnten.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://arbmed.klinikum.uni-muenchen.de/homepage.html

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