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Der Weltmarkt für digitale Radiographie (DR)

14.07.2004


In Europa stetiges Wachstum trotz regionaler Unterschiede



Kräftige Wachstumsraten kennzeichnen den Europamarkt für digitale Radiographiesysteme (DR-Systeme). Nach einer Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan konnte der Jahresumsatz seit 2000 von 51,6 Millionen US-Dollar auf 114,4 Millionen US-Dollar (2003) mehr als verdoppelt werden. Trotz starker regionaler Unterschiede bei Stand, Geschwindigkeit und Charakter der Marktdurchdringung sowie Kaufmotivation soll der Gesamtmarkt weiter um jährlich durchschnittlich 7,7 Prozent wachsen und bis 2010 ein Umsatzvolumen von 192,3 Millionen US-Dollar erreichen.



Vorreiter bei der Einführung digitaler bildgebender Technologien waren vor allem Skandinavien, Belgien und die Niederlande. Ihnen folgte sehr bald eine Reihe hoch entwickelter Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Gegenwärtig gehen über 80 Prozent des DR-Absatzes in diese Pionierregionen.

In Südeuropa steht DR noch am Anfang

In Ländern wie Spanien, Portugal und Griechenland steht die Einführung der digitalen Radiographie dagegen noch ganz am Anfang. Dennoch gibt es Anzeichen dafür, dass sogar einzelne Einrichtungen in Osteuropa dazu entschlossen sind, ihre veralteten Ausrüstungen durch DR-Systeme zu ersetzen, obwohl die Preise für die große Mehrheit der medizinischen Einrichtungen in Europa insgesamt immer noch deutlich zu hoch sind.

Ähnliche Marktentwicklung in USA und Europa

Ähnlich wie in Nordamerika wird sich die DR-Technologie auch in Europa allmählich durchsetzen und dabei neben Einrichtungen, die traditionell zu Erstanwendern neuer Technologien gehören, zunehmend auch Käufer aus der Mitte des Marktes finden. Ähnlichkeiten mit dem amerikanischen Markt lassen sich auch insofern feststellen, als die DR innerhalb einer Einrichtung in der Regel komplementär zu vorhandenen Computertomographen und analogen Röntgengeräten positioniert wird.

Unterschiede zwischen Europa und Nordamerika gibt es jedoch bezüglich des Marktdurchdringungsprofils der DR. Antonio García, Branchenanalyst bei Frost & Sullivan, erläutert: "Einrichtungen in Europa, die DR einführen, haben meist schon ein modernes digitales Bildmanagementsystem wie PACS installiert, oder aber sie beschaffen DR-Systeme im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für die Einführung von PACS."

Osteuropa hat Ressourcen für Modernisierungen zur Verfügung

Allerdings gibt es auch Ausnahmen von diesem Trend: "Viele osteuropäische Länder verzeichnen ein substanzielles Wirtschaftswachstum, das es ihnen ermöglicht, größere Ressourcen auf die Modernisierung ihrer meist veralteten medizinischen Infrastruktur zu verwenden. So investieren sie in digitale Lösungen, selbst wenn sie bisher weder über PACS noch über eine andere Strategie zum Management digitaler Aufnahmen verfügen", ergänzt García.

Schlüssel zur filmlosen Röntgendiagnostik

In den hoch industrialisierten Ländern, insbesondere in Skandinavien, gilt die DR als ein Schlüsselelement bei der Verwirklichung der langfristigen Zielstellung einer komplett filmlosen Röntgendiagnostik. In weniger industrialisierten Ländern betrachtet man die DR zumindest als Alternative mit höherem Durchsatz gegenüber der analogen Röntgentechnik und als Mittel zur Senkung der wachsenden Kosten von Filmen und Verbrauchsmaterial. In jedem Fall wird die DR als ein wirksames Instrument zur Kontrolle der mit der Röntgendiagnostik verbundenen Ausgaben angesehen.

Sattes Wachstum über die nächsten Jahre

Der Bestand in Europa soll in den nächsten Jahren zweistellig wachsen und sich bis 2010 vervierfachen. Für die verkauften Stückzahlen bedeutet das in demselben Zeitraum ein Wachstum um jährlich durchschnittlich 12,4 Prozent. Zunächst dürfte sich ein Großteil der Zuwächse auf die stärker industrialisierten Länder Nord- und Westeuropas konzentrieren, ehe dann das Wachstum auch in Süd- und Osteuropa zunimmt. Die Nachfrage nach DR-Systemen soll dabei vor allem aus Deutschland, Skandinavien, den Benelux-Ländern und Großbritannien kommen. Für Frankreich, Italien und Spanien wird eine geringere Nachfrage erwartet. Polen, Ungarn und Rumänien ausgenommen, wird die Nachfrage aus den osteuropäischen Ländern noch niedriger sein.

Der Markt mit seinen fast 15 DR-Anbietern ist von einem aggressiven Wettbewerb um den Absatz einer sehr begrenzten Stückzahl gekennzeichnet. Die Zahl der Wettbewerber dürfte sich deshalb in Zukunft trotz der zu erwartenden Absatzsteigerungen eher verringern.

Konsolidierung des Marktes zu erwarten

"Mit dem Einstieg neuer Wettbewerber ist jedenfalls kaum zu rechnen. Die hohen Kosten für die Errichtung einer Fertigungsstätte, die Beschaffung von Komponenten und Know-how und das Marketing stellen erhebliche Hürden dar", führt García aus. "Stattdessen könnte der Europamarkt in den kommenden Jahren eine deutliche Konsolidierung erleben, wenn weitere Unternehmen aufgrund des intensiven Wettbewerbs den DR-Markt verlassen."

Die Firma Swissray wurde bereits durch die drei großen globalen DR-Anbieter Philips Medical Systems, Siemens Medical Solutions und GE Medical Systems von ihrer Spitzenposition verdrängt. Im Jahr 2003 entfielen auf diese drei Unternehmen mehr als drei Viertel des Umsatzes in Europa.

Die Presseinformation bezieht sich auf den Auszug zum Europamarkt der Frost & Sullivan Analyse zum Weltmarkt für digitale Radiographie (DR). Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zum Weltmarkt für digitale Radiographie (DR) in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen können gerichtet werden an Katja Feick (katja.feick@frost.com).

Titel der Analyse: World Digital Radiography (DR) Markets (Report A672), Preis der Analyse: Euro 3.530,--

Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends, Kennzahlen und Unternehmensstrategien.

Frost & Sullivan wurde 1961 in New York gegründet und ist heute als internationale Unternehmensberatung auf den Geschäftsfeldern Marktforschung und Marketingberatung aktiv.

Mit rund 750 Mitarbeitern liefert Frost & Sullivan seinen Kunden in allen Hochtechnologiebranchen wichtige Daten für strategische Entscheidungen. Seminare, Konferenzen und Managementtrainings ergänzen das Angebot.

Frost & Sullivan verfügt über europäische Büros in London, Paris und Frankfurt sowie über eigene Forschungszentren in Kalifornien, London und Singapur.

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://medicaldevices.frost.com
http://www.frost.com

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